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No-Knead Dinkelbrot aus der Kastenform mit Körner-Kruste

D'r faule Schwob – No-Knead Dinkelbrot aus der Kastenform

Abends zusammenrühren, über Nacht in der Form gehen lassen, morgens frisch gebacken – und das alles ohne zu kneten. Das Brühstück mit gerösteten Sonnenblumenkernen macht dieses Dinkelbrot herrlich saftig und aromatisch. Perfekt fürs entspannte Sonntagsfrühstück.
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Ruhezeit 17 Stunden
Portionen: 1 Brot
Gericht: Dinkelbrot

Zutaten
  

Das Brühstück
  • 150 g Sonnenblumenkerne geröstet
  • 150 g Wasser kochend
  • 12 g Salz ca. 1 gestrichener EL
Der Hauptteig
  • Das komplette Brühstück
  • 500 g Dinkelmehl Type 630
  • 250 g Wasser kalt
  • 2 EL Apfelessig ca. 30 ml
  • 1 g Trockenhefe eine kräftige Prise oder 3 g Frischhefe

Method
 

Schritt 1: Sonnenblumenkerne rösten und Brühstück ansetzen (abends)
  1. Röste die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 3-4 Minuten, bis sie duften und leicht Farbe bekommen. Rühre dabei ständig um, damit sie nicht anbrennen.
  2. Gib die heißen Kerne in eine hitzebeständige Schüssel.
  3. Bringe 150 g Wasser zum Kochen und gieße es über die Kerne. Rühre kurz um.
  4. Gib das Salz dazu und rühre nochmal. Das Salz verhindert, dass die Kerne während der langen Quellzeit zu gären beginnen.
  5. Decke die Schüssel ab und lass das Brühstück mindestens 2 Stunden quellen. Besser: 3-4 Stunden, damit die Kerne das Wasser komplett aufnehmen.
Schritt 2: Hauptteig anrühren und direkt in die Form geben (abends)
  1. Fette eine Kastenform (ca. 30 cm Länge) großzügig mit Rapsöl ein – lieber zu viel als zu wenig. Streue die gefettete Form mit Haferflocken aus – die bleiben am Öl hängen, bilden eine knusprige Kruste und verhindern Ankleben.
  2. Gib das komplette abgekühlte Brühstück in eine große Schüssel.
  3. Füge das Dinkelmehl, 250 g kaltes Wasser, den Apfelessig und die winzige Menge Hefe hinzu. Der Apfelessig ist wichtig – er stärkt das Dinkel-Klebergerüst und macht den Teig stabiler.
  4. Rühre alles mit einem stabilen Löffel oder Teigschaber nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Nicht kneten! Der Teig ist weich und klebrig – genau richtig.
  5. Gib den Teig direkt in die vorbereitete Form. Streiche die Oberfläche mit einem nassen Löffel oder nassen Händen glatt. Der Teig sollte etwa zu zwei Dritteln die Form füllen.
  6. Bestreue die Oberfläche mit Haferflocken und Sonnenblumenkernen und drücke sie mit dem Löffel leicht an.
  7. Decke die Form luftdicht ab (mit Frischhaltefolie, Gärfolie oder einem feuchten Tuch).
Schritt 3: Gare über Nacht
  1. Lass den Teig in der Form bei Raumtemperatur (18-20 °C) für 12-14 Stunden stehen. Idealerweise über Nacht. In dieser Zeit arbeiten die Enzyme im Mehl und bauen das Klebergerüst auf – ganz ohne Kneten.
  2. Der Teig sollte sich am Ende etwa verdoppelt haben und die Form fast bis zum Rand gefüllt haben. Wenn deine Küche wärmer ist (über 22 °C), verkürzt sich die Gare auf 10-12 Stunden. Wenn's kälter ist, kann's auch 16 Stunden dauern.
  3. Der Teig ist fertig, wenn er beim vorsichtigen Antippen langsam zurückfedert.
Schritt 4: Backen
  1. Heize den Backofen rechtzeitig auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor. Stelle ein tiefes Backblech oder eine feuerfeste Schale auf den Ofenboden – das brauchst du gleich für den Schwaden.
  2. Schneide den Teig optional mit einem scharfen Messer längs ein (1 cm tief). Das ist bei Kastenbrot nicht zwingend nötig, sieht aber schön aus.
  3. Schiebe die Form in die mittlere Schiene. Gib sofort eine Tasse (ca. 100-150 ml) Wasser auf das heiße Blech am Ofenboden. Vorsicht vor heißem Dampf! Schließe die Ofentür schnell.
  4. Nach 15 Minuten öffne kurz die Ofentür, damit der Schwaden entweichen kann. Reduziere die Temperatur auf 200 °C.
  5. Backe das Brot insgesamt 45-50 Minuten, bis es goldbraun ist. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf den Boden hohl klingt.
  6. Stürze das Brot sofort aus der Form und lass es auf einem Gitter vollständig auskühlen – mindestens 2 Stunden.

Notizen

Zur Wassermenge: Mehle nehmen unterschiedlich viel Wasser auf, auch wenn sie die gleiche Typenbezeichnung haben. Wenn dein Teig nach dem Zusammenrühren zu fest wirkt, gib noch 20-30 ml Wasser dazu. Wirkt er zu flüssig? Beim nächsten Mal 20 ml weniger nehmen. Die angegebene Menge ist ein guter Ausgangspunkt – kleine Anpassungen sind völlig normal.
Zum Backen: Wenn ich nichts anderes schreibe, backe immer mit Ober- und Unterhitze. Umluft funktioniert auch, aber die Kruste wird manchmal zu dunkel und das Brot trocken.

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