Zutaten
Kochutensilien
Method
Schritt 1: Sonnenblumenkerne rösten und Brühstück ansetzen (abends)
- Röste die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 3-4 Minuten, bis sie duften und leicht Farbe bekommen. Rühre dabei ständig um, damit sie nicht anbrennen.
- Gib die heißen Kerne in eine hitzebeständige Schüssel.
- Bringe 150 g Wasser zum Kochen und gieße es über die Kerne. Rühre kurz um.
- Gib das Salz dazu und rühre nochmal. Das Salz verhindert, dass die Kerne während der langen Quellzeit zu gären beginnen.
- Decke die Schüssel ab und lass das Brühstück mindestens 2 Stunden quellen. Besser: 3-4 Stunden, damit die Kerne das Wasser komplett aufnehmen.
Schritt 2: Hauptteig anrühren und direkt in die Form geben (abends)
- Fette eine Kastenform (ca. 30 cm Länge) großzügig mit Rapsöl ein – lieber zu viel als zu wenig. Streue die gefettete Form mit Haferflocken aus – die bleiben am Öl hängen, bilden eine knusprige Kruste und verhindern Ankleben.
- Gib das komplette abgekühlte Brühstück in eine große Schüssel.
- Füge das Dinkelmehl, 250 g kaltes Wasser, den Apfelessig und die winzige Menge Hefe hinzu. Der Apfelessig ist wichtig – er stärkt das Dinkel-Klebergerüst und macht den Teig stabiler.
- Rühre alles mit einem stabilen Löffel oder Teigschaber nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Nicht kneten! Der Teig ist weich und klebrig – genau richtig.
- Gib den Teig direkt in die vorbereitete Form. Streiche die Oberfläche mit einem nassen Löffel oder nassen Händen glatt. Der Teig sollte etwa zu zwei Dritteln die Form füllen.
- Bestreue die Oberfläche mit Haferflocken und Sonnenblumenkernen und drücke sie mit dem Löffel leicht an.
- Decke die Form luftdicht ab (mit Frischhaltefolie, Gärfolie oder einem feuchten Tuch).
Schritt 3: Gare über Nacht
- Lass den Teig in der Form bei Raumtemperatur (18-20 °C) für 12-14 Stunden stehen. Idealerweise über Nacht. In dieser Zeit arbeiten die Enzyme im Mehl und bauen das Klebergerüst auf – ganz ohne Kneten.
- Der Teig sollte sich am Ende etwa verdoppelt haben und die Form fast bis zum Rand gefüllt haben. Wenn deine Küche wärmer ist (über 22 °C), verkürzt sich die Gare auf 10-12 Stunden. Wenn's kälter ist, kann's auch 16 Stunden dauern.
- Der Teig ist fertig, wenn er beim vorsichtigen Antippen langsam zurückfedert.
Schritt 4: Backen
- Heize den Backofen rechtzeitig auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor. Stelle ein tiefes Backblech oder eine feuerfeste Schale auf den Ofenboden – das brauchst du gleich für den Schwaden.
- Schneide den Teig optional mit einem scharfen Messer längs ein (1 cm tief). Das ist bei Kastenbrot nicht zwingend nötig, sieht aber schön aus.
- Schiebe die Form in die mittlere Schiene. Gib sofort eine Tasse (ca. 100-150 ml) Wasser auf das heiße Blech am Ofenboden. Vorsicht vor heißem Dampf! Schließe die Ofentür schnell.
- Nach 15 Minuten öffne kurz die Ofentür, damit der Schwaden entweichen kann. Reduziere die Temperatur auf 200 °C.
- Backe das Brot insgesamt 45-50 Minuten, bis es goldbraun ist. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf den Boden hohl klingt.
- Stürze das Brot sofort aus der Form und lass es auf einem Gitter vollständig auskühlen – mindestens 2 Stunden.
Notizen
Zur Wassermenge: Mehle nehmen unterschiedlich viel Wasser auf, auch wenn sie die gleiche Typenbezeichnung haben. Wenn dein Teig nach dem Zusammenrühren zu fest wirkt, gib noch 20-30 ml Wasser dazu. Wirkt er zu flüssig? Beim nächsten Mal 20 ml weniger nehmen. Die angegebene Menge ist ein guter Ausgangspunkt – kleine Anpassungen sind völlig normal.
Zum Backen: Wenn ich nichts anderes schreibe, backe immer mit Ober- und Unterhitze. Umluft funktioniert auch, aber die Kruste wird manchmal zu dunkel und das Brot trocken.
