Zutaten
Method
Schritt 1: Das Brühstück ansetzen
- Wiege alle Brühstück-Zutaten in eine hitzebeständige Schüssel: Saaten-Mischung, Haferflocken und 5 g Salz.
- Gieß das kochende Wasser direkt darüber und rühre alles gut durch. Das Salz verteilt sich gleichmäßig und die Saaten quellen direkt auf.
- Decke die Schüssel mit einem Teller oder Frischhaltefolie ab. Lass das Brühstück mindestens 2 Stunden abkühlen – am besten über Nacht bei Raumtemperatur. Es sollte beim Einarbeiten komplett kalt sein.
Schritt 2: Die Autolyse
- Gib alle vier Mehle (Weizenmehl 1050, Emmermehl, Weizenmehl 550 und Kamut-Vollkornmehl) in die Schüssel deiner Küchenmaschine. Kurz mit einem Löffel vermischen.
- Füge den Joghurt und die 480 g lauwarmes Wasser dazu. Rühre auf kleiner Stufe nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Das dauert etwa 1-2 Minuten – nicht länger.
- Decke die Schüssel ab und lass den Teig 60 Minuten ruhen. In dieser Zeit bildet sich das Klebergerüst ganz von allein. Das Kamut-Vollkornmehl weicht auf und der Teig wird dadurch später viel einfacher zu kneten.
Schritt 3: Kneten
- Gib das Anstellgut – und falls dein Anstellgut eher schwach ist, die 2 g Frischhefe – zum Autolyse-Teig. Knete alles auf kleinster Stufe für 5 Minuten.
- Füge das Salz dazu und erhöhe die Stufe minimal. Knete weitere 5 Minuten. Der Teig sollte sich jetzt vom Schüsselrand lösen und glatt aussehen.
- Prüfe die Konsistenz: Ist der Teig noch fest und bröselig? Dann gibst du die 50 g Reserve-Wasser (Bassinage) schluckweise, esslöffelweise dazu. Nicht alles auf einmal – gib dem Teig 1-2 Minuten, bis er das Wasser aufgenommen hat, bevor du mehr hinzufügst.
- Wenn der Teig glatt ist und gut klebt, gibst du das komplette Brühstück dazu. Lass es auf kleinster Stufe nur 1-2 Minuten unterlaufen – nicht länger. Die Saaten sollen sich verteilen, das Klebergerüst aber nicht zerstören. Stopp, sobald das Brühstück eingearbeitet ist.
Schritt 4: Stockgare mit Dehnen & Falten
- Fette eine Teigwanne oder große Schüssel leicht ein und gib den Teig hinein. Decke sie ab.
- Lass den Teig 90 Minuten bei Raumtemperatur (ca. 22-24 °C) ruhen. Nach 30, 60 und 90 Minuten dehnst und faltest du den Teig: Ziehe ihn mit nassen Händen von einer Seite hoch, falte ihn zur Mitte – einmal rundherum. Du wirst merken, wie der Teig nach jedem Durchgang fester und dehnfähiger wird. Das Weizenmehl Type 1050 macht ihn richtig kräftig.
Schritt 5: Lange Kühlschrankruhe
- Decke die Wanne luftdicht ab – mit einem Gärfolie, einem Müllbeutel oder einem Gärsack.
- Stell sie für 48 Stunden in den Kühlschrank (ca. 5-6 °C). Der Teig geht langsam auf und entwickelt sein volles Aroma. Das ist ganz normal: Nach der Ruhezeit ist der Teig deutlich aufgegangen und hat kleine Bläschen.
Schritt 6: Formen
- Hole den Teig 60 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Lass ihn in der Wanne akklimatisieren – er soll leicht temperiert sein, nicht eiskalt.
- Kippe den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und teile ihn mit einer Teigkarte in 3 gleich große Stücke (je ca. 590-600 g Rohteig).
- Wirke jeden Teigling rund: Ziehe die Teigoberfläche nach unten und drehe ihn dabei. Lass die 3 Teiglinge 40 Minuten mit einem Teigtuch abgedeckt entspannen. Das Gluten muss sich nach dem Aufteilen erst erholen.
- Rolle nun jeden Teigling straff zu einer länglichen Form aus. Befeuchte die Oberfläche leicht mit Wasser und wälze jeden Laib in der Saaten-Mischung. Die Saaten haften besser auf einem leicht feuchten Teig.
- Lege die geformten Teiglinge mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen oder Gärtuch. Lass sie 30 Minuten ruhen.
Schritt 7: Backen
- Heize den Ofen mit einem Backstahl oder Backstein auf 250 °C Ober-/Unterhitze vor. Mindestens 30-45 Minuten vorheizen.
- Stürze die Teiglinge auf Backpapier. Schneide jeden Laib mit einer scharfen Bäckerklinge kräftig S-förmig ein. Der Schnitt führt das Brot beim Aufgehen – mach ihn beherzt und in einem Zug.
- Schiebe die Brote in den Ofen und bedampfe kräftig: Gib 100-150 ml Wasser in eine hitzebeständige Schale am Ofenboden. Vorsicht vor dem heißen Dampf!
- Senke die Temperatur sofort auf 210-220 °C. Nach 20 Minuten öffnest du kurz die Ofentür, damit der Dampf entweichen kann.
- Backe die Brote insgesamt 45-50 Minuten, bis die Kruste dunkelbraun ist. Klopf auf den Boden – klingt es hohl? Dann sind sie fertig. Lass die Brote auf einem Rost mindestens 3 Stunden, besser über Nacht auskühlen, bevor du anschneidest.
