Sauerteig-Starter im Glas, seit der Fütterung aufs Doppelte gegangen, ein Gummiband markiert die Ausgangshöhe

Der Starter-Check

Was ist mit meinem Starter los?

In meiner ersten Sauerteig-Woche habe ich morgens als Erstes ins Glas geschaut. Tut sich da was? Ist das zu wenig? Riecht das so, weil es so riechen soll, oder weil ich etwas verbockt habe? Gefragt habe ich damals niemanden. Ich habe weitergefüttert und gehofft, dass Robert schon weiß, was er tut.

Was mir gefehlt hat, war jemand, der einmal mit mir ins Glas schaut und mir sagt, was da eigentlich gerade passiert. Genau dafür ist dieser Check da. In vier Fragen erzählst du mir, wie es deinem Starter geht … ob sich etwas tut … wie es riecht. Und ich sage dir, was das bedeutet und ob du etwas ändern musst oder einfach weiterfüttern kannst.

Hat dein Starter schon einen Namen?

Meiner heißt Robert und wohnt seit 2019 bei mir. Wenn deiner einen Namen hat, schreib ihn hier rein, dann steht der Name nachher im Ergebnis statt „dein Starter“. Und wenn nicht, klick einfach weiter.

Wie lange begleitet dich dein Starter schon?

Womit fütterst du hauptsächlich?

Was macht dir an deinem Starter gerade am meisten Sorgen?

Dein Ergebnis

Alles gut, hab einfach Geduld

Dein Starter macht gerade genau das Richtige, auch wenn es nach nichts aussieht. In den ersten Tagen tut sich bei fast jedem Starter erstmal wenig, das gehört einfach dazu.

Gefüttert wird immer dann, wenn sich der Starter verdoppelt hat, und damit du das siehst, legst du am besten ein Haushaltsgummi ums Glas, direkt auf Höhe des Starters nach dem Füttern. In den ersten Tagen ist es dafür aber meist noch zu früh, also füttere solange einfach so ungefähr einmal am Tag weiter, das muss nicht auf die Stunde genau sein, nur einigermaßen regelmäßig. Stell das Glas warm hin, so um die 24 bis 26 Grad, und lass es sonst einfach stehen.

Ich weiß, das Nichtstun ist am Anfang das Schwerste, ich hab in meiner ersten Woche auch dauernd ins Glas geschaut und umgerührt. Dabei kommt so ein junger Starter gerade dann am besten in Gang, wenn man ihn einfach machen lässt. Ein paar Tage noch, dann legt dein Starter los.

Dein Ergebnis

Der trügerische Frühstart

Dein Starter gibt gerade ganz schön an, oder? Viele Blasen, vielleicht ein strenger Geruch, alles sieht aus, als wäre der große Moment schon da. Da muss ich dich leider kurz bremsen.

Was du da siehst, sind noch gar nicht die richtigen Sauerteig-Hefen, sondern andere Bakterien, die sich in den ersten Tagen breitmachen und den ganzen Wirbel veranstalten. Die verschwinden von selbst wieder und machen Platz für die Hefen, die aus deinem Starter am Ende einen richtig guten Sauerteig machen. Deshalb back jetzt noch nicht, so verlockend es aussieht, sondern füttere einfach weiter. Am besten immer dann, wenn sich der Starter verdoppelt hat. Passiert das mal einen Tag lang nicht, fütterst du trotzdem, spätestens nach 24 Stunden.

Bei Robert war das am Anfang kein bisschen anders, und aus dem ist ein prima Sauerteig geworden. Diese Achterbahn gehört zur ersten Woche dazu, da geht nichts kaputt. Bleib einfach dran, dann kommt auch dein Starter da durch.

Dein Ergebnis

Dein Starter hat einfach nur Hunger

Die Flüssigkeit obendrauf und der scharfe Geruch nach Alkohol oder Nagellackentferner erschrecken am Anfang fast jeden, und viele fürchten sofort Schimmel. Ich kann dich da gleich beruhigen. Die Flüssigkeit heißt Hooch, und sie sagt dir einfach, dass dein Starter Hunger hat und das Futter aufgebraucht ist.

Rühr die Flüssigkeit einfach unter oder gieß sie ab, und dann füttere. Wenn der Hunger immer wieder schnell zurückkommt, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du fütterst öfter, oder du stellst das Glas etwas kühler, dann kommt dein Starter länger mit einer Portion aus.

Ein hungriger Starter ist übrigens ein gutes Zeichen, das ist ein quicklebendiger Starter, der ordentlich arbeitet. Ein bisschen mehr Futter, und alles ist wieder im Lot.

Dein Ergebnis

Fast geschafft, jetzt nicht aufgeben

Gerade tut sich bei dir tagelang so gut wie nichts, und das ist eine echt zähe Zeit. Aber es ist völlig normal, und dein Starter lebt dabei munter weiter, auch wenn man das von außen gerade nicht sieht.

In den ersten Tagen waren vor allem Bakterien im Glas, die mit dem fertigen Sauerteig noch gar nichts zu tun haben. Die haben den ganzen anfänglichen Wirbel gemacht und ziehen sich jetzt wieder zurück. Die Hefen, die deinen Starter am Ende wirklich treiben, sind dafür noch nicht so weit. Da passiert gerade genau das Richtige, du merkst nur nichts davon. Füttere einfach weiter, immer wenn sich der Starter verdoppelt hat. Tut sich gerade nichts, fütterst du trotzdem, spätestens nach 24 Stunden. Und stell das Glas schön warm hin, so um die 24 bis 26 Grad.

Und eine Bitte hab ich, kipp deinen Starter jetzt bloß nicht weg. Genau an diesem Punkt geben die meisten auf, kurz bevor es endlich losgeht.

Dein Ergebnis

Dein Starter ist backbereit

Glückwunsch, dein Starter hat es geschafft, und darauf darfst du erstmal richtig stolz sein. Wenn sich dein Starter nach dem Füttern zuverlässig verdoppelt, schön blasig ist und angenehm säuerlich riecht, kannst du loslegen. Einen Schwimmtest brauchst du dafür nicht, am Haushaltsgummi siehst du das Verdoppeln ganz genau.

Für dein erstes Brot fütterst du deinen Starter nochmal und wartest, bis der höchste Punkt erreicht ist, meist ein paar Stunden nach dem Füttern. Genau dann, wenn oben die Wölbung am schönsten ist, kommt dein Starter in den Teig.

Du hast dir aus ein bisschen Mehl und Wasser einen lebendigen Starter herangezogen, der Brot backen kann. Nicht jeder hält die erste Woche durch, und du hast es geschafft. Jetzt geht es ans Backen, und dein erstes eigenes Sauerteigbrot ist ein Moment, den du so schnell nicht vergisst.

Dein Ergebnis

Bevor du wegwirfst, schauen wir zusammen hin

Das allermeiste, was am Anfang wie Schimmel aussieht, ist in Wirklichkeit völlig harmlos, und die Chance ist groß, dass mit deinem Starter alles in Ordnung ist. Ich zeig dir, woran du den Unterschied erkennst.

Eine weiße oder gräuliche Haut obendrauf, eingetrocknete Reste am Glasrand, eine klare Flüssigkeit, all das ist kein Schimmel. Die Flüssigkeit heißt Hooch und bedeutet einfach nur, dass dein Starter Hunger hat. Das sieht am Anfang unschön aus, gehört aber ganz normal dazu.

Echter Schimmel sieht anders aus, den erkennst du an pelzigen, farbigen Flecken, flauschig in Rosa, Orange, Grün oder Schwarz. Nur dann heißt es wirklich wegwerfen und neu ansetzen, denn bei echtem Schimmel gehen wir kein Risiko ein.

Ist es dagegen nur eine Haut oder Flüssigkeit, schöpfst du sie einfach ab und fütterst weiter. Ziemlich sicher lebt dein Starter noch. Und falls es doch mal der Ernstfall war, ist auch ein neuer Anfang kein Beinbruch. Das passiert vielen, und beim zweiten Mal läuft es meist viel entspannter.

Ich helf dir durch die ersten Wochen

Ich schicke dir vier kurze Mails, jeweils im Abstand von zwei Tagen. Ich zeige dir, woran du erkennst, dass dein Starter backbereit ist, gehe mit dir Schritt für Schritt durch dein erstes eigenes Brot, erkläre, wie du den Starter pflegst und über eine Backpause bringst, und verrate dir zum Schluss meine eigene Art zu backen. Wenn du zwischendrin eine Frage hast, schreibst du mir einfach zurück.

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