Brotbacktopf

Was ist ein Brotbacktopf?

Brotbacktopf ist einfach der deutsche Name für den Dutch Oven, einen schweren Topf mit gut schließendem Deckel, in dem du Brot bäckst.

Der Deckel macht den Schwaden

Der Deckel hält den Dampf, den der Teig beim Backen selbst abgibt, im Topf. Die Oberfläche bleibt dadurch länger weich, das Brot geht höher auf und bekommt eine knusprige, glänzende Kruste. Im offenen Ofen müsstest du dafür mit Wasser schwaden, im Topf passiert es von allein.

Topf leer vorheizen, dreißig Minuten

Der Topf muss leer mit vorheizen, sonst fehlt dir die Hitze von unten und das Brot bleibt flach. Rechne ab dem Piepsen deines Ofens noch einmal dreißig Minuten, bis auch das Gusseisen durch ist. Den Teigling setzt du auf ein Stück Backpapier und hebst ihn daran in den heißen Topf, das geht schneller und sicherer als mit dem Schieber. Deckel drauf, zwanzig Minuten bei voller Hitze, danach Deckel ab und die Temperatur um etwa dreißig Grad herunter, bis die Kruste die Farbe hat, die du magst. Zieh dir dicke Handschuhe an, der Deckel allein wiegt oft mehr als der Teig.

Guss, Keramik oder Bräter?

Typisch sind Brottöpfe aus rohem oder emailliertem Gusseisen. Roher Guss leitet die Hitze am besten, braucht aber eine eingebrannte Patina, sonst rostet er und der Teig klebt. Emaillierter Guss ist bequemer, verträgt aber oft nur 250 Grad. Keramik und feuerfeste Formen gehen ebenfalls, sie mögen schnelle Temperaturwechsel nur nicht.

Worauf es beim Kauf ankommt und wie du Schritt für Schritt darin bäckst, liest du in meinem Ratgeber Brot im Topf backen.