Was ist ein Dutch Oven?
Ein Dutch Oven ist ein schwerer gusseiserner Topf mit Deckel, oft auch einfach Gusseisentopf genannt. Du heizt ihn im Ofen mit auf, legst den Teigling hinein und bäckst mit geschlossenem Deckel an.
Warum er funktioniert
Der Teig gibt beim Backen selbst Feuchtigkeit ab, die im geschlossenen Topf bleibt. Das wirkt wie Schwaden: Die Oberfläche bleibt elastisch, das Brot bekommt einen kräftigen Ofentrieb und eine knusprige Kruste, ohne dass du extra Wasser in den Ofen geben musst. Nach etwa 20 Minuten nimmst du den Deckel ab, damit die Kruste bräunt.
Vier bis fünf Liter für einen normalen Laib
Für einen Laib aus 500 Gramm Mehl passt ein Topf mit vier bis fünf Litern gut. In einem zu großen läuft der Teigling breit, in einem zu kleinen stößt er oben an den Deckel. Roher Guss braucht Pflege und muss eingebrannt werden, emaillierter ist bequemer, verträgt aber nicht jede Temperatur. Schau in die Anleitung deines Topfes, viele emaillierte sind nur bis 250 Grad freigegeben, und der Kunststoffknopf am Deckel oft nur bis 200. Den kannst du meist abschrauben und das Loch offen lassen. Wenn du keinen Topf hast, tut es für den Anfang auch ein Bräter oder eine Auflaufform mit einer zweiten Form als Deckel.
Dutch Oven oder Brotbacktopf?
Es ist dasselbe Ding mit zwei Namen. Dutch Oven kommt aus dem Englischen und meint ursprünglich den schweren gusseisernen Topf mit Deckel fürs offene Feuer. Im deutschen Backsprachgebrauch heißt er Brotbacktopf. Manche Grillbegeisterte nennen nur den Topf mit Füßen und planem Deckel Dutch Oven, fürs Brotbacken spielt dieser Unterschied keine Rolle.
Mehr dazu im Artikel Brotback-Zubehör: was brauchst du wirklich?.
