Einbrennen

Einbrennen heißt, einen Topf oder eine Pfanne aus rohem Gusseisen mit dünnem Öl und Hitze so zu behandeln, dass sich eine dunkle, glatte Schicht bildet, die Patina. Diese Schicht macht das Gusseisen antihaftend und schützt es vor Rost. Fürs Brotbacken ist sie wichtig, damit dein Teig nicht am Boden und an den Seiten festklebt.

Was heißt Einbrennen?

Rohes Gusseisen ist von Natur aus rau und ungeschützt. Ohne Patina rostet es, und der Teig pappt fest. Beim Einbrennen verbindet sich dünn aufgetragenes Öl unter hoher Hitze mit der Oberfläche zu einer festen, leicht glänzenden Schicht. Je öfter du den Topf benutzt und pflegst, desto besser wird diese Schicht mit der Zeit.

Öl, Hitze und mehrere Durchgänge

Wisch den sauberen, trockenen Topf innen dünn mit einem hitzestabilen Öl aus, zum Beispiel Raps- oder Sonnenblumenöl, und nimm den Überschuss wieder ab, bis er fast trocken wirkt. Dann kommt er kopfüber für etwa eine Stunde in den auf 220 bis 250 Grad geheizten Ofen, am besten mit einem Blech darunter. Nach dem Abkühlen ist die erste Schicht da. Zwei bis drei Durchgänge geben eine richtig belastbare Patina.

Emaillierte Töpfe brauchst du nicht einbrennen

Nach dem Backen nur ausreiben, nicht spülen

Wasch den Topf nach dem Backen nicht mit Spülmittel, das löst die Patina an. Reib ihn heiß mit Küchenpapier aus, bei festen Resten nimmst du grobes Salz als Scheuermittel. Danach kurz auf der Platte trocknen lassen und hauchdünn einölen. Je öfter du darin bäckst, desto dunkler und glatter wird die Schicht.

Ein emaillierter Gusseisentopf hat schon eine glasierte Oberfläche und muss nicht eingebrannt werden, hier reicht normales Spülen. Nur roher, schwarzer Gusseisentopf braucht die Patina. Wie du im Topf bäckst und welcher zu dir passt, steht in meinem Ratgeber Brot im Topf backen.