Hutzeln

Was sind Hutzeln?

Hutzeln sind gedörrte Birnen. Gemeint ist keine beliebige Birne, sondern eine alte, kleine Sorte, die frisch vom Baum hart und herb schmeckt und so kaum zu essen ist. Erst das Trocknen macht sie süß und haltbar.

Woher kommt der Name?

Hutzelig heißt im Alemannischen runzelig. Beim Trocknen zieht sich die Birne zusammen und bekommt eine faltige Haut, und genau davon hat sie ihren Namen. Ein Hutzelwiible ist im selben Dialekt eine alte, runzlige Frau.

Die namensgebende Zutat im Hutzelbrot

Hutzeln sind die namensgebende Zutat im Hutzelbrot, dem bäuerlichen Festtagsgebäck aus dem süddeutschen und alemannischen Raum. Vor dem Backen werden sie über Nacht eingeweicht, weil sie sonst zu hart bleiben. Ein Früchtebrot ohne Hutzeln ist ein Früchtebrot, aber kein Hutzelbrot. Im Handel heißen sie oft Dörrbirnen oder Kletzen.

Über Nacht einweichen, Wasser aufheben

Leg die Hutzeln am Vorabend in reichlich lauwarmes Wasser, sie brauchen mindestens acht Stunden. Danach sind sie weich genug, um sie mit dem Messer zu vierteln. Gieß das Einweichwasser auf keinen Fall weg, das ist das Schnitzwasser und gehört ins Rezept. Wenn deine Hutzeln sehr trocken und hart sind, koch sie zehn Minuten im Einweichwasser und lass sie darin abkühlen. Vor dem Unterheben tupf die Stücke kurz ab und wende sie in etwas Mehl, dann sinken sie im Teig nicht alle nach unten. Zu kaufen gibt es sie vor allem im Herbst und vor Weihnachten, sonst im Reformhaus.