Urkorn

Was ist Urkorn?

Urkorn ist ein gebräuchliches anderes Wort für Urgetreide: alte Getreidesorten, die über Jahrtausende kaum züchterisch verändert wurden. Dazu zählen vor allem Einkorn, Emmer und Kamut (Khorasan-Weizen), oft wird auch Dinkel dazugerechnet.

Warum Urkorn kein geschützter Begriff ist

Du findest „Urkorn“ auf Mehlpackungen und in Rezeptnamen. Gemeint ist immer dasselbe wie Urgetreide. Alles zu Geschmack, Kleber und Teigführung steht unter dem Begriff Urgetreide.

Was auf der Packung fehlt

Weil „Urkorn“ kein geschützter Begriff ist, steht auf der Packung oft nur dieses eine Wort und nicht, welches Getreide tatsächlich gemahlen wurde. Für den Teig macht das einen großen Unterschied, denn Dinkel und Kamut tragen ein Brot noch ganz gut, während Einkorn und Emmer sehr weiches Gluten haben und breitlaufen. Dreh die Packung also um und lies die Zutatenliste. Wenn dort eine Mischung steht, richte dich nach dem empfindlichsten Anteil und knete sparsam. Und wenn du zum ersten Mal mit Urkorn bäckst, ersetze im Rezept höchstens die Hälfte des Weizenmehls, dann bleibt dir genug Stand im Teig.

Urkorn oder Urgetreide?

Beide Wörter meinen dasselbe. Urgetreide ist der gebräuchlichere Begriff in Fachtexten, Urkorn steht häufiger auf Mehlpackungen und in Rezeptnamen. Keiner von beiden ist geschützt oder klar definiert, deshalb kann darunter je nach Hersteller eine andere Sorte oder Mischung stecken. Entscheidend ist immer die Zutatenliste, nicht das Wort auf der Vorderseite.

Mehr dazu im Artikel Urgetreide: Emmer, Einkorn & Kamut.