Was ist ein Gärkorb?
Ein Gärkorb, auch Banneton genannt, ist ein Korb aus Peddigrohr oder gepresstem Holzschliff, in dem der geformte Teigling die Stückgare durchläuft. Er stützt den weichen Teig, gibt ihm seine runde oder ovale Form und hinterlässt das typische Rillenmuster auf der Kruste.
Warum weicher Teig sonst breitläuft
Gerade weiche, gut gereifte Teige würden ohne Stütze breitlaufen. Der Gärkorb hält sie bis zum Einschießen in Form. Kurz vor dem Backen stürzt du den Laib aus dem Korb auf Blech oder in den Topf.
Eine Schüssel mit Geschirrtuch tut es auch
Zum Start tut es auch eine Schüssel, die du mit einem bemehlten Geschirrtuch ausgelegt hast. Ein eigener Gärkorb ist schön, aber nicht zwingend nötig.
Ausklopfen, trocknen, mit Reismehl bestäuben
Ein Gärkorb wird nicht gespült. Nach dem Gebrauch klopfst du ihn aus und lässt ihn vollständig trocknen, sonst schimmelt das Peddigrohr. Wenn Teigreste festkleben, bürste sie im trockenen Zustand heraus. Zum Bemehlen nimmst du am besten Reismehl oder eine Mischung aus Reis- und Weizenmehl, denn Reismehl bindet kein Wasser und klebt deshalb nicht fest. Bemehle großzügig und reib das Mehl mit der Hand in die Rillen. Der Teigling kommt mit dem Schluss nach oben hinein, also andersherum, als er später im Ofen liegt. Nach ein paar Broten bildet sich eine dünne Mehlschicht im Korb, ab dann klebt fast nichts mehr.
Mehr dazu im Artikel Brotback-Zubehör: was brauchst du wirklich?.
