Brotwissen · Sauerteig

Sauerteig Namen: über 170 Ideen für deinen Starter

Gärlock Holmes, Muggaseggele oder doch lieber Hildegard? Hier findest du über 170 Namen für deinen Sauerteig-Starter und erfährst, wie mein Roggen-Starter Robert zu seinem Namen kam.

Von Bine14 Minuten LesezeitAktualisiert am 13.10.2026

Vier Sauerteig Starter mit Namen Robert Frida Merlin Friedrich stellen sich vor

In meinem Kühlschrank wohnt seit Januar 2019 ein Roggen-Starter, der jeden Donnerstag sein Futter bekommt und trotzdem manchmal einen schlechten Tag hat. Er heißt Robert, und wenn ich ihn Freunden vorstelle, ruft garantiert jemand „ROOOOBEEEERT!“. Seit er Robert ist, verzeih ich ihm auch mal einen schlechten Tag und kümmere mich tatsächlich mehr um ihn als früher. Schon seltsam irgendwie, denn bevor er seinen Namen hatte, hab ich ihn auch schon mal beim Füttern vergessen.

Wenn du gerade deinen ersten Starter angesetzt hast und er fröhlich im Glas blubbert, fehlt ihm eigentlich nur noch ein Name. Ideen dafür hab ich dir hier gesammelt, über 170 Stück, von lustig bis schwäbisch.

Sauerteig Starter Friedrich blubberte im Schneidersitz männlicher Startername

Sauerteig-Namen: über 170 Ideen für deinen Starter

Such dir aus jeder Gruppe ruhig mehrere Favoriten raus und sag sie dann ein paar Mal laut, bevor du dich entscheidest.

Lustig · Weiblich · Männlich · Schwäbisch · Nach Mehlsorte · Aus Filmen und Büchern

Bines Lieblinge

Robert, mein Roggen-Starter, und Luigi, meine Lievito Madre, sind natürlich ganz vorne dabei. Dazu kommt noch Bert, als Kurzform von RoBert.

Lustige Sauerteig-Namen und Wortspiele

  • Adoughnis – Adonis als Teig, der griechische Schönheitsgott im Glas
  • Albert Einkorn – das Genie unter den Startern
  • Back-thoven – komponiert die perfekte Kruste
  • Bröselchen – fing klein an und hat Großes vor
  • Brötchen – die Verniedlichung als Lebensprinzip
  • Brotholomehlus – Bartholomäus mit Brot und Mehl, klingt wie ein lateinischer Heiliger
  • Brotus – Brutus mit Brot, der römische Senator als Brotpate
  • Doughlene – Marlene mit Dough, Diva-Glamour im Glas
  • Doughlores – Dolores mit Dough, leidet manchmal still vor sich hin
  • Doughris – Doris mit Dough, klassisch und unaufgeregt
  • Elisabrot – Elisabeth mit Brot, die königliche Variante
  • Fermentine – Klementine mit Fermentation, gärt fröhlich vor sich hin
  • Fernandough – Fernando mit Dough, der spanische Charmeur im Glas
  • Flad-imir – flach war gestern
  • Fridoughlin – Fridolin mit Dough, klassisch und ein bisschen exzentrisch
  • Gär-hard – für den Starter, der nie aufgibt
  • Gäraldine – Geraldine mit Gär-Spin, elegant und triebstark
  • Gärda – Gerda mit Gär-Twist, robust und herzlich
  • Gärlock Holmes – findet jede Blase
  • Gärnot – Gernot mit Gär-Twist, robust und nordisch
  • Gärry – Gary mit Gär-Spin, der unauffällige Held der Backstube
  • Gärtrude – klassisch, mit ordentlich Triebkraft
  • Germ-ain – französisch angehaucht, denn Germ heißt in Österreich die Hefe
  • Glubschi – wegen der großen Blasenaugen im Glas
  • Graf Gärula – arbeitet am liebsten nachts
  • Herr Blubber – macht genau das, was sein Name verspricht
  • Hildegärd – Hildegard mit Gär-Twist, die Patin der Backstube
  • Knead-a – will immer geknetet werden
  • Knödel – rund, gemütlich und geht immer auf
  • Krust-ine – knusprig und selbstbewusst
  • Krustenkarl – rustikaler Typ mit rauer Schale
  • Laib-niz – der Denker unter den Startern
  • Laibwächter – steht Wache am Brotkasten
  • Mampfred – Manfred mit „mampf“, frisst alles, was du ihm gibst
  • Mehl Gibson – Hollywood im Mehlsack
  • Mehl-anie – fühlt sich in jedem Mehl zu Hause
  • Mehlinda – Melinda mit Mehl, Hollywood-Charme aus der Backstube
  • Mehlwurm – lebt im Mehl und fühlt sich pudelwohl
  • Michael Bubblé – singt beim Gären
  • Mr. Bubbles – international und sprudelnd
  • Ofenheld – hält das Brot zusammen, wenn alles andere schiefgeht
  • Rebäcka – Rebecca mit Backstuben-DNA, wie gemacht zum Backen
  • Sauerbert – sauer macht lustig
  • Schaumschläger – viel heiße Luft, aber am Ende liefert er trotzdem
  • Schnüffel – weil du ständig am Glas riechst
  • Sir Blubberlot – Ritter der Tafelrunde
  • Stan der Starter – der treue Stan, der nie wegläuft
  • Teigbert – nimmt sich selbst sehr ernst
  • Teigfried – Siegfried mit Teig, der Held aus dem Glas
  • Teigmund Freud – analysiert jeden Teig

Weibliche Sauerteig-Namen

  • Agnes – still, aber wirkungsvoll
  • Alma – bedeutet „die Nährende“, passender geht’s kaum
  • Beatrice – italienisches Temperament im deutschen Kühlschrank
  • Berta – kräftig und unkompliziert
  • Brothilde – Brunhilde aus der Backstube
  • Charlotte – zeitlos schön, passt in jede Küche
  • Eleonore – lässt sich nicht lumpen
  • Elfriede – klingt nach Oma und Sonntagskuchen
  • Erna – bodenständig und gern unterschätzt
  • Frieda – friedlich, solange du sie regelmäßig fütterst
  • Gertrud – verlässlich seit Generationen
  • Gisela – elegant, mit einer Prise Eigensinn
  • Hannelore – hat schon viel gesehen und alles überlebt
  • Hefe-Helene – Helene mit einer Portion Hefe
  • Helga – norddeutsch und sturmfest
  • Henriette – vornehm, aber nahbar
  • Hildegard – resolut und unverwüstlich
  • Ingrid – skandinavisch kühl, aber innen ganz warm
  • Josephine – französisch angehaucht und mit Klasse
  • Krümelinde – Linde mit Krümeln
  • Lieselotte – charmant und ein bisschen altmodisch
  • Martha – die gute Seele der Backstube
  • Mathilde – Stärke mit Anmut
  • Mehltraud – Waltraud aus dem Mehlsack
  • Rosalinde – blumig, aber nicht kitschig
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Männliche Sauerteig-Namen

  • Alfons – ein bisschen eitel, aber er liefert
  • Alois – bayerisch, gemütlich und triebstark
  • Anstellgar – Ansgar mit Anstellgut
  • Benedikt – lateinisch für „der Gesegnete“
  • Bert – einer meiner Lieblinge
  • Blubbert – Bert, der blubbert
  • Erwin – ein stiller Arbeiter
  • Ferdinand – hat Würde und Ausdauer
  • Frieder – Kurzform von Friedrich, friedlich und bodenständig
  • Friedrich – diszipliniert und formstabil
  • Fritz – pflegeleicht und zuverlässig
  • Gärold – Gerold mit Gär-Twist
  • Günther – hat Charakter und zeigt ihn auch
  • Hannes – bodenständig, ohne Schnickschnack
  • Heinz – unspektakulär, aber immer da
  • Herbert – solide wie ein Bauernbrot
  • Hermann – der Klassiker unter den Starter-Namen
  • Hubertus – aristokratisch, mit altdeutschem Charme
  • Konstantin – kaiserlich und triebstark
  • Kurt – kurz, deutsch, bodenständig
  • Laibold – Leopold mit Laib
  • Leopold – klingt nach Kaffeehaus und Sonntagsbrunch
  • Maximilian – große Persönlichkeit im kleinen Glas
  • Mehlchior – Melchior mit Mehl
  • Oskar – hat Haltung
  • Otto – kurz, rund und funktioniert einfach
  • Rudi – fröhlich und unkompliziert
  • Sepp – bayerisch und bodenständig
  • Siegfried – überlebt jede Schlacht und jede vergessene Fütterung
  • Theodor – der Besonnene, lässt sich nicht hetzen
  • Valentin – der Liebevolle unter den Startern
  • Willibald – für Starter mit ausgeprägter Persönlichkeit

Schwäbische Namen für deinen Starter

  • Albrecht – von der Schwäbischen Alb inspiriert
  • Bärbele – schwäbische Koseform, warm und rund
  • Brezl – so schwäbisch, wie’s nur geht
  • Bruddler – für den Starter, der gern grantelt
  • Bubele – schwäbisch für den ganz kleinen Bub
  • Büble – für den Starter, der noch jung ist
  • Gscheitle – für den Starter, der alles richtig macht
  • Häberle – klingt nach dem gemütlichen Onkel von der Alb und erinnert an „Häberle und Pfleiderer“, das schwäbische Komiker-Duo
  • Käpsele – schwäbisch für einen schlauen Kopf
  • Karle – schwäbisch für Karl, ohne Umwege
  • Kruscht – für den Starter, der aus allem Brot macht
  • Lenchen – liebevoll und regional
  • Maultäschle – der schwäbischste aller Kosenamen
  • Muggaseggele – für den ganz kleinen Starter
  • Schätzle – schwäbischer Kosename für alles, was du gern hast
  • Schnauferle – atmet beim Gehen tief durch
  • Spätzle – der Klassiker, funktioniert auch in der Backstube
  • Weckle – schwäbisch für Brötchen, hier als Eigenname

Namen nach Mehlsorte – Roggen, Dinkel, Weizen und Lievito Madre

  • Dinkelbell – Tinkerbell aus „Peter Pan“ für den Dinkel-Starter, klein und zauberhaft
  • Dinkelbert – Bert für den Dinkel-Starter
  • DinkelDörte – Dörte in der Dinkel-Variante, norddeutsch und nahrhaft
  • Einkorn-Egon – für den Einkorn-Starter
  • Emil Emmer – für den Emmer-Starter
  • Luigi – der italienische Bruder aus dem Mario-Universum, perfekt für eine Lievito Madre (so heißt übrigens meine eigene)
  • Manitoba-Manni – für den Starter aus kräftigem Manitoba-Weizen
  • Mr. Rhy – Mr. Rye, der englische Gentleman-Roggen
  • Mrs Wheatley – die feine englische Wheat-Lady, immer mit Tee
  • Roggen-ald – ein Roggen-Typ durch und durch
  • Roggina – für die Roggen-Starterin
  • Roggo – für den Roggen-Starter
  • Signora Lievita – die italienische Dame für deine Lievito Madre
  • Weizenwalter – Walter mit Weizen, trocken und verlässlich
  • Weizi – für den Weizen-Starter
  • Wheatney – Whitney mit Wheat, klingt nach Diva und Weizen

Namen aus Filmen und Büchern, auch aus Harry Potter

  • Audrey II – die fleischfressende Pflanze aus „Der kleine Horrorladen“ mit ihrem berühmten „Füttere mich, Seymour!“, passender geht’s für einen Sauerteig kaum
  • Bread Pitt – Hollywood in der Backstube
  • Brigitte Bardough – Brigitte Bardot mit Dough, die französische Filmikone für die Backstube
  • Brotzilla – Godzilla aus Brot, das Monster im Glas
  • Chewbäcka – Chewbacca aus „Star Wars“, der Wookiee, der backt
  • Clint Yeastwood – macht kurzen Prozess mit jedem Teig
  • Der Doughfather – macht ein Angebot, das kein Mehl ablehnen kann
  • Dough-ris Day – charmant und retro
  • Doughbi Wan Kenobi – der weise Mentor aus „Star Wars“, für den Starter, der dir den Weg zeigt
  • Doughby – Dobby aus „Harry Potter“ mit Dough
  • Doughlas – Douglas mit Dough, der Hollywood-Klassiker
  • Doughrian Gray – der Romanheld, der nicht altert, im Kühlschrank durchaus passend
  • Dumble-Dough – Dumbledore aus „Harry Potter“, der weise Lehrmeister mit magischer Triebkraft
  • Edgar Allen Dough – Edgar Allan Poe als Teig, düster und geheimnisvoll, für Brote mit Charakter
  • Frodough – der unscheinbare Held aus „Herr der Ringe“, klein, aber mit großer Mission
  • Gärfield – der orange Comic-Kater, ständig hungrig und immer bereit für eine Fütterung
  • Grinch – der grüne Weihnachtsmuffel mit dem guten Herzen
  • Hedwig – weise und ein bisschen magisch
  • Krümelmonster – frisst alles, was du ihm gibst
  • Leonardough – Leonardo mit Dough, der Hollywood-Star im Glas
  • Mike Teig Son – Mike Tyson als Teig, K.o. für jede schlechte Krume
  • Olaf – der Schneemann aus „Frozen“, für einen Bewohner des Kühlschranks ja durchaus passend
  • Orlandough – Orlando Bloom als Teig, Hollywood-Charme im Glas
  • Roggrid – Hagrid aus „Harry Potter“ in Roggen
  • Roggy Balboa – Rocky Balboa in Roggen, kämpft sich durch jede Gärung und steht immer wieder auf
  • Ron Weizley – Ron Weasley aus „Harry Potter“ mit Weizen
  • Ronaldough – Ronaldo mit Dough, springt zuverlässig hoch
  • Sauerron – Sauron aus „Herr der Ringe“, nur eben sauer
  • Sauerus Snape – Severus Snape aus „Harry Potter“, nur eben sauer
  • Teig-lor Swift – geht zuverlässig auf
  • Vincent van Dough – Vincent van Gogh als Teig, der Künstler mit eigenem Kopf

So findest du den passenden Namen für deinen Sauerteig-Starter

Der Name darf eine Geschichte erzählen, so wie bei Robert, und vor allem … der Name muss auch zu dir passen. Probier ihn deshalb ruhig mal laut aus. Wenn es sich komisch anfühlt, „Rooooobert“ in der Küche zu rufen, dann nimm lieber einen anderen Namen.

Dein Starter darf einen lustigen Namen bekommen oder einen, der nach Oma klingt, und auch Filmfiguren sind prima Paten. Der Fantasie sind da wirklich keine Grenzen gesetzt. Viele Namen spielen außerdem mit dem Mehl im Glas, mit Roggen, Dinkel oder Weizen, und manche beschreiben einfach, wie sich der Starter benimmt, ob er fröhlich blubbert oder sich gern Zeit lässt.

Nur bei einem Wortspiel, das keiner so richtig versteht, wird es auf Dauer ein klein bisschen nervig, weil du es dann jedes Mal erklären musst, wenn jemand nach deinem Starter fragt.

Und falls der Name nach ein paar Wochen doch nicht mehr passt, benennst du ihn einfach um. Das geht jederzeit, und deinem Starter ist es herzlich egal.

Wie Robert zu seinem Namen kam

Sauerteig Starter Robert als Superheld mit Cape und Maske Roggen-Robert Superhelden-Status

Am Anfang hatte Robert gar keinen Namen, er war einfach der Roggenstarter. Dann kam mir das Wortspiel mit Roggen in den Sinn, Ro… Ro-ggen… Ro-bert, und so wurde er zum Roggen-Robert. Das klang für mich sofort nach Superheld, weil ich an Blaubarschbube und Meerjungfraumann aus SpongeBob denken musste. Als mein Sohn klein war, lief SpongeBob bei uns nämlich rauf und runter. Über andere Namen habe ich gar nicht mehr nachgedacht.

Wenn ich ihn Freunden als Roggen-Robert vorgestellt habe, hat jedes Mal jemand „ROOOOBEEEERT!“ gerufen, so wie Carmen Geiss nach ihrem Mann ruft. Irgendwann ist das „Roggen“ dann weggefallen, und Robert ist geblieben.

Dass Robert eine richtige Persönlichkeit ist, siehst du übrigens schon daran, dass er auf meinem Blog einen festen Platz mit eigener Seite bekommen hat.

Robert sagt

„Roggen-Robert. Ich bitte dich. Dass ich Roggen bin, sieht doch jeder, dafür brauch ich keinen Doppelnamen. Robert reicht völlig, und seitdem kümmert sie sich auch besser um mich. Donnerstag ist Futter, und den Rest krieg ich schon hin.“

Warum gibt man seinem Sauerteig einen Namen?

Sobald dein Starter einen Namen hat, behandelst du ihn ein kleines bisschen wie einen Menschen. Das Fachwort dafür heißt Anthropomorphismus, gemeint ist die Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Tiere oder Dinge. Viele geben sogar ihrem Saugroboter einen Namen, und beim Auto ist das mit Zahlen belegt. In einer Umfrage von Innofact im Auftrag von AutoScout24 unter 1.003 Autobesitzern (2018) hatten 30 Prozent schon mindestens einem Auto einen Namen gegeben, also fast jeder Dritte. 75 Prozent behandeln ihr Auto wie einen guten Kumpel, und 39 Prozent haben sogar schon mit ihm gesprochen.

Sauerteig Starter Robert liest Buch im Kühlschrank neben Erdbeer- und Aprikosenmarmelade

Bei einem Sauerteig passt das sogar noch besser, weil er ja tatsächlich lebt und regelmäßig Futter braucht. Und genau wie wir hat er auch mal einen schlechten Tag.

Bei Robert habe ich das selbst erlebt. Bevor er seinen Namen hatte, hatte ich ihn einmal fünf Wochen lang vergessen. Heute bekommt er bei mir jeden Donnerstag sein Futter, und ich kenne seine Zeiten ziemlich genau. Im Sommer verdoppelt er sich in vier bis fünf Stunden, im Winter braucht er sechs bis sieben.

Übrigens bekommt bei mir auch jeder Starter, den ich verschenke, einen eigenen Namen mit auf den Weg. So gibt es inzwischen Murrat und Rüdiger, und Xurro ist sogar nach Spanien gezogen, mit der spanischen Schreibweise von Churro im Namen.

Wie nennt man Sauerteig-Starter noch?

Wenn du in Rezepten von Anstellgut, Starter oder ASG liest, ist immer dasselbe gemeint, nämlich die lebende Kultur im Glas, mit der jedes Sauerteigbrot beginnt. Was genau dahintersteckt, erklärt dir Was ist Anstellgut?.

Meine Oma hat zum Sauerteig immer „Hefel“ gesagt. Noch viel älter ist das Wort Urhab, das schon im Althochdeutschen den Sauerteig meinte, weil er den Teig hebt. Laut dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm war Urhab vor allem im Süden verbreitet, im Bairischen und Österreichischen genauso wie im Schwäbischen und in der Schweiz.

Und dann gibt es noch Hermann, auch Glückskuchen, Glücksbrot oder Vatikanbrot genannt. Hermann ist ein Sauerteigansatz aus Weizen- oder Roggenmehl mit Milchsäurebakterien und Hefe sowie etwas Milch, Öl oder Wasser, und aus ihm wird vor allem der Hermannkuchen gebacken. Den Namen gibt es spätestens seit den 1970er-Jahren, woher er kommt, ist allerdings nicht geklärt. Um 1980 kam dann der Brauch auf, Hermann mit einem „Hermann-Brief“ weiterzugeben, und so hat er sich wie ein Kettenbrief von Küche zu Küche verbreitet.

Bei mir haben auch die Brote Namen

Ich bin sehr heimatverbunden und backe so, wie in Baden-Württemberg gebacken wird … meistens jedenfalls. Meine Brote sind für mich ein Stück Heimat, und deshalb hat bei mir nicht nur Robert einen Namen, sondern auch jedes Brot. Viele davon tragen sogar einen Ort aus meiner Heimat im Namen. Bei uns heißt es zum Beispiel oft „Ist noch Faulpelz da?“, und dann ist der Böblinger Faulpelz gemeint, ein Roggenmischbrot ohne Kneten aus der Kastenform.

D’r faule Schwob ist mein Dinkelbrot über Nacht, das du weder kneten noch formen musst, und genau deshalb hat er seinen Namen mit einem Augenzwinkern bekommen. Hinter dem Reutlinger Bruddler steckt mein rustikales Walnussbrot mit Sauerteig.

Dein Starter hat einen Namen – und jetzt?

Jetzt braucht er vor allem eine gute Pflegeroutine, und sobald er backbereit ist, backst du natürlich dein erstes Brot mit ihm. Woran du erkennst, dass er so weit ist, habe ich dir bei Wann ist mein Sauerteig fertig? aufgeschrieben. Wenn du dir unsicher bist, ob er schon kräftig genug ist, hilft dir der Starter-Check weiter.

Für die Pflegeroutine lohnt sich ein fester Rhythmus, so wie Robert seinen Donnerstag hat. Wie oft und womit du deinen Starter fütterst, findest du bei Sauerteig füttern. Und wenn er zuverlässig aufgeht, dann ab mit ihm in den Teig, zum Beispiel für dein erstes Sauerteigbrot für Anfänger.

Häufige Fragen rund um Sauerteig-Namen

Muss mein Sauerteig einen Namen haben?

Nein, dein Sauerteig geht auch ohne Namen genauso gut auf, denn am Leben im Glas ändert ein Name nichts. Er kann dir aber helfen, regelmäßiger an deinen Starter zu denken, weil du dich um etwas mit Namen fast von allein ein bisschen mehr kümmerst. Probier es ruhig aus, vielleicht geht es dir genauso wie mir mit Robert.

Darf ich meinen Sauerteig umbenennen?

Ja, das darfst du jederzeit, und deinem Starter macht das überhaupt nichts aus. Robert hieß am Anfang auch noch Roggen-Robert, bis das „Roggen“ irgendwann weggefallen ist. Wenn sich ein Name nach ein paar Wochen komisch anfühlt oder du ein Wortspiel ständig erklären musst, such dir einfach einen neuen aus der Liste.

Was sind die lustigsten Sauerteig-Namen?

Die lustigsten Sauerteig-Namen sind meistens Wortspiele mit Gär, Teig, Mehl oder dem englischen Dough, zum Beispiel Gärlock Holmes, Teigmund Freud oder Clint Yeastwood. Auch Filmfiguren wie Ron Weizley oder Doughbi Wan Kenobi bringen dich zum Schmunzeln. Achte nur darauf, dass deine Freunde das Wortspiel auch verstehen, sonst musst du es ständig erklären.

Und jetzt bin ich neugierig, wie dein Starter heißt. Schreib’s mir in die Kommentare, vielleicht kommt dein Name ja in die nächste Liste.

Sauerteigbrot für Anfänger in Scheiben, dahinter der Laib im Gärkörbchen Zum Weiterbacken Sauerteigbrot für Anfänger Einfaches Rezept im Topf, ganz ohne Hefe. Gelingt auch beim ersten Mal. Einsteigerim Topf Zum Rezept 115e93f0e7d341ab843dea4a15fbf56c
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Zwei Scheiben Sauerteigbrot mit Butter auf einem Teller, daneben eine Tasse Kaffee, eine Leinenserviette und Weizenähren am Fenster

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Bine in ihrer Küche, mit Schürze neben der Küchenmaschine

Über die Autorin

Hallo, ich bin Bine.

Mein erstes Brot habe ich 2016 gebacken, ganz ohne Bäckerlehre. Als drei Jahre später mein Roggenstarter Robert eingezogen ist, hat mich das Brotbackfieber vollends gepackt.

Heute lernst du bei mir Brotbacken ohne Schnickschnack: mit Rezepten, die funktionieren, und Fachartikeln, die aus Sauerteig keine Wissenschaft machen.

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