Fenstertest

Was ist der Fenstertest?

Der Fenstertest zeigt dir, ob dein Teig fertig geknetet ist. Du ziehst ein kleines Stück Teig vorsichtig auseinander, bis es so dünn wird, dass Licht durchscheint. Wenn es nicht reißt, ist das Klebernetz stabil genug, um später die Gärgase zu halten.

Ein walnussgroßes Stück gegen das Licht

Nimm ein walnussgroßes Stück vom fertigen Teig, bemehl deine Finger leicht und dehne es langsam und gleichmäßig in alle Richtungen. Entsteht eine dünne, lichtdurchlässige Haut, ohne dass sie einreißt, ist der Teig ausgeknetet. Reißt er sofort, braucht er noch ein paar Minuten mehr.

Wann er nicht funktioniert

Bei Weizen und Dinkel klappt der Fenstertest gut. Bei Roggen funktioniert er nicht, weil Roggen kein stabiles Klebernetz bildet. Und bei Vollkornteigen ist er unzuverlässig, weil die groben Schalenteilchen die dünne Haut aufreißen, auch wenn der Teig eigentlich schon so weit ist.

Was du tust, wenn der Teig reißt

Wenn die Haut sofort einreißt, ist das Klebernetz noch nicht weit genug. Gib dem Teig zehn Minuten Ruhe und prüf noch einmal, oft reicht das schon. Hilft das nicht, falte ihn zwei- oder dreimal im Abstand von dreißig Minuten, das bringt bei schwachen Mehlen mehr als längeres Kneten. Erst wenn er auch danach fließt statt zu tragen, war das Mehl zu schwach.

Wenn dein Teig klebt, weil er noch nicht ausgeknetet ist, findest du die Ursachen unter Brotteig zu klebrig. Welches Mehl wie viel Klebereiweiß mitbringt, steht unter welches Mehl zum Brotbacken.