Schwäbische Knauzen hat meine Oma noch beim Dorfbäcker gekauft – rund, rustikal, mit einer Kruste, die beim Aufschneiden richtig geknuspert hat. Ich wollte wissen, wie so ein Brötchen damals geschmeckt hat, bevor moderner Weizen in fast allen Bäckerbrötchen drin ist. Die Antwort war Einkorn.
Einkorn ist das älteste Getreide, das wir kennen. Es wächst seit über 10.000 Jahren auch in unserer Region und schmeckt intensiv nussig, fast ein bisschen buttrig – ganz anders als das, was du beim Bäcker bekommst. In Kombination mit Dinkel und einer langen, kalten Teigführung entstehen Brötchen, die außen knusprig sind und innen weich und saftig bleiben. Ich nenne sie Bobbel, weil das auf Schwäbisch einfach „runde Kugel“ heißt – und das trifft es ziemlich genau.
Was ich dir aber noch sagen muss: Das Rezept ist ein bisschen schwieriger und kein Einsteiger-Rezept. Mein erster Einkorn-Teig war ein klebriges Chaos. Einkorn hat ein schwächeres Klebergerüst als Weizen, klebt entsetzlich und verzeiht keine Hektik. Wenn du schon ein paarmal Brötchen gebacken hast und Lust auf die nächste Stufe hast, bist du genau richtig hier. Allein für den Geschmack lohnt sich die Mühe.
Für das Rezept brauchst du insgesamt etwa 22-26 Stunden, davon stehst du nur 35 Minuten aktiv in der Küche. Den Poolish setzt du nachmittags an, knetest den Hauptteig am Abend und backst die Bobbel am nächsten Morgen frisch.
💡 Mein Tipp – Nutze den Backzeitenrechner
Du willst die Bobbel zum Frühstück um 8 Uhr? Scroll runter zum Backzeitenrechner am Ende – der sagt dir genau, wann du den Poolish ansetzen musst. Spart Kopfrechnen!

Urkorn-Bobbel – Einkorn-Dinkel-Brötchen mit langer Gare
Zutaten
- 30 g Einkornmehl hell
- 150 g Wasser
- 120 g Dinkelmehl Type 630
- 120 g Wasser lauwarm
- 1 g Frischhefe erbsengroß
- Das komplette Kochstück
- Der komplette Poolish
- 180 g Buttermilch kalt, aus dem Kühlschrank
- 250 g Einkornmehl hell
- 200 g Dinkelmehl Type 630
- 2 g Frischhefe
- 20 g Butter weich
- 15 g Salz
Kochutensilien
Zubereitung
- **Kochstück:** Gib 30 g Einkornmehl und 150 g Wasser in einen kleinen Topf und verrühre beides klümpchenfrei. Erhitze die Mischung unter ständigem Rühren auf mittlerer Stufe. Nach 3-5 Minuten zieht die Masse plötzlich an und wird dick und puddingartig – genau das willst du sehen. Nimm den Topf vom Herd, decke die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie ab (so bildet sich keine Haut), lass die Masse auf Raumtemperatur abkühlen und stelle sie dann in den Kühlschrank.
- **Poolish:** Verrühre 120 g Dinkelmehl, 120 g lauwarmes Wasser und 1 g Frischhefe in einer Schüssel oder einem Glas, bis sich alles verbunden hat. Der Teig sieht aus wie dicker Pfannkuchenteig. Decke ihn ab und lass ihn bei Raumtemperatur (ca. 21-22 °C) für 5-6 Stunden reifen, bis er deutlich Blasen wirft und sein Volumen fast verdoppelt hat.
- Gib das Kochstück, den Poolish und die kalte Buttermilch in die Schüssel deiner Küchenmaschine. Verrühre alles grob mit einem Löffel, bis sich das Kochstück aufgelöst hat.
- Schütte die 250 g Einkornmehl und 200 g Dinkelmehl dazu. Mische auf der langsamsten Stufe, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig ist jetzt rau und zottelig – das ist richtig so.
- Decke die Schüssel ab und lasse den Teig 60 Minuten ruhen. Diese Autolyse-Phase ist bei Urgetreide besonders wichtig: Der Dinkel entspannt sich, das Einkorn quillt vor. Danach lässt sich der Teig deutlich einfacher kneten.
- Gib die 2 g Frischhefe und die 20 g weiche Butter zum Teig. Knete auf kleinster Stufe für 4 Minuten. Der Teig verbindet sich und wird etwas geschmeidiger.
- Gib das Salz hinzu und knete weitere 1-2 Minuten, bis es vollständig eingearbeitet ist. Der Teig sollte sich dann vom Schüsselrand lösen und glatt aussehen.
- Mach den Knettest: Zieh ein kleines Stück Teig vorsichtig auseinander. Er darf reißen – Einkorn und Dinkel bilden kein so starkes Klebergerüst wie Weizen. Wichtig ist, dass der Teig homogen ist und nicht mehr zottelig aussieht. Dann ist Schluss mit Kneten.
- Gib den Teig in eine leicht geölte Teigwanne oder Schüssel und decke sie luftdicht ab. Lass den Teig bei Raumtemperatur (ca. 21-22 °C) für 75 Minuten ruhen.
- Nach 30 Minuten: Dehnen & Falten. Greife mit nassen Händen unter den Teig, ziehe ihn von einer Seite hoch und falte ihn zur Mitte. Dann die Schüssel vierteln drehen und wiederholen – einmal rundherum. Das gibt dem Teig Struktur.
- Nach 60 Minuten: noch einmal Dehnen & Falten, genauso wie vorhin.
- Nach 75 Minuten ist die Stockgare fertig. Der Teig sollte sichtbar aufgegangen sein und Blasen unter der Oberfläche zeigen.
- Verschließe die Teigwanne luftdicht und stelle sie für 15-18 Stunden in den Kühlschrank (5-7 °C).
- Am nächsten Morgen ist der Teig deutlich aufgegangen und hat eine schöne, blasige Struktur. Er duftet leicht säuerlich und nussig – das ist das Aroma, für das du all die Arbeit gemacht hast.
- Stürze den kalten Teig vorsichtig auf eine großzügig bemehlte Arbeitsfläche. Drücke ihn nicht, klopfe ihn nicht – nur kippen und warten, bis er von selbst runtergleitet.
- Steche mit einer Teigkarte Stücke von ca. 100 g ab. Nicht schneiden und dann nochmal schneiden – einmal, beherzt, fertig.
- Forme jedes Stück zu einer runden Bobbel: Ziehe die Ränder des Teigs sanft nach oben und zur Mitte, drehe ihn und wiederhole das 4-5 Mal, bis eine straffe Kugel entsteht. Arbeite schnell und ohne Druck. Das Gärgas im Inneren soll drin bleiben.
- Lege die Bobbeln mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Bedecke sie mit einem Bäckerleinen oder einem leicht bemehlten Tuch und lass sie bei Raumtemperatur 50-60 Minuten akklimatisieren. Sie werden in dieser Zeit noch etwas aufgehen..
- Heize den Backofen mit einem Backstahl oder Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vor. Mindestens 30 Minuten vorheizen – die Platte muss wirklich heiß sein.
- Schneide die Bobbeln kurz vor dem Einschießen mit einem langen, mutigen Schnitt mittig ein. Der Schnitt sollte mindestens 1 cm tief sein und in einem 45-Grad-Winkel geführt werden.
- Schiebe die Bobbeln auf die heiße Platte und gib sofort Dampf: 50-80 ml Wasser in eine hitzebeständige Schale am Ofenboden. Vorsicht vor dem heißen Dampf!
- Backe die Bobbeln 8-9 Minuten bei 250 °C an. Dann: Ofentür kurz öffnen, damit der Schwaden entweicht. Temperatur auf 210-220 °C senken und weitere 7-9 Minuten fertig backen.
- Die Bobbeln sind fertig, wenn sie goldbraun bis dunkelbraun sind und beim Klopfen auf den Boden hohl klingen. Gesamtbackzeit: 15-18 Minuten.
- Lass die fertigen Bobbeln auf einem Gitter auskühlen – mindestens 15 Minuten. Ich weiß, das ist schwer. Aber direkt aus dem Ofen ist die Krume noch nicht stabil.
Notizen
Hast du das Rezept schon ausprobiert?
Ich freu mich über einen Kommentar von dir.Das Geheimnis hinter den Einkorn-Brötchen
Das Kochstück – warum die Bobbel nicht austrocknen
Wenn du Mehl und Wasser zusammen aufkochst, verkleistert die Stärke – sie bindet Wasser dauerhaft, das beim Backen nicht mehr entweicht. Das ist der Grund, warum die Bobbel auch am nächsten Tag noch saftig sind. Bei Einkorn ist das besonders wichtig, weil das schwache Klebergerüst sonst kaum Feuchtigkeit hält.
Was die Buttermilch im Teig macht
Buttermilch bringt Milchsäure in den Teig – und die tut dem Einkorn gut. Das schwache Klebergerüst wird stabiler, der Teig lässt sich besser formen. Dazu gibt die Buttermilch eine zarte, leicht gelbliche Krume und einen milden, leicht säuerlichen Geschmack, den Wasser allein nicht hinbekommt.
Der Poolish – 5 Stunden für mehr Geschmack
In 5-6 Stunden bei Raumtemperatur entwickelt der Poolish Hefearomen und leichte Fruchtnoten, die im Hauptteig so nicht entstehen würden. Man schmeckt das – die Bobbel schmecken tiefer, interessanter, nach mehr als nur Mehl und Hefe. Und du brauchst dafür keinen Sauerteig und keine mehrtägige Vorbereitung.
Warum Einkorn-Teig keine Baguettes mag
Die Kugelform ist keine Spielerei. Einkorn-Dinkel-Teig hat weniger Standfestigkeit als Weizenteig. Eine Kugel verteilt den Auftrieb gleichmäßig nach oben – das Brot geht hoch statt breit. Flache Formen wie Baguette oder lange Brötchen würden beim Einkorn in die Breite laufen. Der „Bobbel“ ist also die ehrlichste Form für diesen Teig.
Die Nacht im Kühlschrank
Die Kühlung verlangsamt alles – und das ist gut so. Der Teig reift langsam weiter, die Enzyme im Mehl bauen Kohlenhydrate ab, die sonst schwerer verdaulich sind. Der Geschmack wird nussiger, ein bisschen würziger. Und du schläfst durch, ohne dass der Teig übergärt.

Hydration & Co. – für alle, die es genau wissen wollen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Gesamtmehl | 600 g |
| Gesamtwasser (inkl. Buttermilch) | 450 g |
| Hydration | 75 % |
| Teigausbeute (TA) | 175 |
Wie fühlt sich der Teig an?
Mit 75 % Hydration ist dieser Teig deutlich weicher als ein normaler Brötchenteig – und durch das schwache Klebergerüst des Einkorn klebt er aggressiver als du es gewohnt bist. Nach der Autolyse und dem Dehnen & Falten wird er fester und strukturierter, aber er bleibt weich. Das ist gewollt. Arbeite deshalb mit bemehlten Händen, schnell und behutsam.
Hinweis zur Kochstück-Hydration: Das Kochstück bindet das Wasser dauerhaft in der Stärke – es erhöht zwar die Gesamthydration, macht den Teig aber nicht flüssiger. Genau das macht es so nützlich bei Urgetreide.

Sesam, Vollkorn, Kräuter – wie du die Einkorn-Dinkel-Brötchen variieren kannst
Mit Sesam oder Mohn
Bestreue die geformten Bobbel vor dem Backen in Sesam oder Mohn. Besprühe sie kurz mit Wasser und drücke die Körner leicht an. Sesam passt besonders gut zum nussigen Einkorn-Geschmack.
Mit Kräutern im Teig
Gib beim letzten Knetschritt 1-2 Teelöffel getrockneten Rosmarin oder Thymian zum Teig. Nicht mehr, da Urgetreide das Kräuteraroma stark aufnimmt. Frischer Rosmarin geht auch – dann 1 Teelöffel fein gehackt.
Mit Dinkelvollkorn statt hellem Dinkel
Ersetze das Dinkelmehl Type 630 durch Dinkelvollkorn. Die Einkorn-Dinkel-Brötchen werden etwas dichter und nussiger. Erhöhe das Wasser um 20-30 g, weil Vollkorn mehr Flüssigkeit braucht. Die Knetzeit bleibt gleich.
Ohne Buttermilch
Wenn du keine Buttermilch hast, kannst du sie durch eine Mischung aus 150 g Vollmilch und 30 g Naturjoghurt ersetzen. Der Joghurt bringt die nötige Säure. Der Geschmack wird minimal anders, aber die Saftigkeit bleibt. Natürlich funktioniert auch die vegane Variante mit entsprechenden veganen Alternativen.
💡 Meine Lieblingsvariante
Meine Lieblingsvariante ist das Grundrezept. Einkorn und Dinkel zusammen schmecken so intensiv nussig, dass ich meistens nichts dazu brauche. Wenn du experimentieren willst – fang mit Sesam an. Der passt wirklich gut.

Was tun, wenn’s nicht klappt?
❌ Der Teig lässt sich überhaupt nicht formen – er rinnt auseinander
Der Teig ist so weich und klebrig, dass er beim Formen sofort auseinanderläuft und an allem klebt.
Das passiert meistens, wenn die Autolyse ausgelassen oder der Teig zu warm ist. Auch zu wenig Mehl auf der Arbeitsfläche ist ein häufiger Grund.
Mehle deine Hände und die Arbeitsfläche großzügig. Arbeite mit dem kalten Teig direkt aus dem Kühlschrank – je kälter, desto stabiler. Wenn der Teig trotzdem nicht hält, forme keine Kugeln, sondern einfach grobe Klumpen und backe sie so. Die Optik leidet, der Geschmack nicht.
❌ Die Einkorn-Dinkel-Brötchen sind nach dem Backen flach und nicht aufgegangen
Die Brötchen sind kaum aufgegangen, die Krume ist kompakt und dicht.
Entweder war der Poolish noch nicht reif genug, oder der Teig wurde beim Formen zu stark entgast.
Der Poolish muss wirklich aktiv-blasig sein, bevor du ihn verwendest. Und beim Formen gilt: sehr behutsam – nicht drücken, nicht kneten, nur sanft ziehen. Das Gärgas im Inneren ist das, was die Bobbel aufgehen lässt.
❌ Die Kruste ist weich statt knusprig
Die Bobbel kommen aus dem Ofen mit einer weichen, fast ledrigen Kruste.
Meistens liegt es am Schwaden, der zu lange im Ofen geblieben ist, oder daran, dass der Ofen nicht heiß genug war.
Heize wirklich 30 Minuten vor – nicht 10, nicht 15. Das macht mehr aus als du denkst. Und dann: Nach dem Anbacken (nach 8-9 Minuten) die Ofentür kurz für 5 Sekunden öffnen, damit der Dampf raus kann. Die trockene Hitze danach macht die Kruste knusprig. Wenn die Bobbel nach dem Abkühlen trotzdem weich werden, einfach ein paar Minuten länger offen backen.
❌ Die Bobbel reißen beim Einschneiden unkontrolliert auf
Statt eines sauberen, kontrollierten Aufrisses reißt die Oberfläche wild und ungleichmäßig auf – oder der Einschnitt schließt sich sofort wieder, bevor das Brot im Ofen aufgeht.
Meistens liegt es an einer stumpfen Klinge oder daran, dass du beim Schnitt zögerst. Mit Einkorn-Dinkel-Teig kommt noch hinzu: Der Teig ist weich und klebt an allem. Ein halbherziger Schnitt mit einem normalen Messer drückt den Teigling eher zusammen, als dass er ihn öffnet.
Nimm eine Bäckerklinge – die ist dünn genug, um wirklich durch den Teig zu gleiten, statt ihn zu quetschen. Führe den Schnitt in einer einzigen, langen, mutigen Bewegung – kein Sägen, kein zweimal nachsetzen. Und: Schneide den Teig direkt aus dem Kühlschrank, so kalt wie möglich. Kalter Teig ist fester, der Schnitt sitzt sicherer.
❌ Der Teig ist nach der kalten Gare zusammengefallen
Der Teig ist am nächsten Morgen flach und klebrig – kaum aufgegangen, keine Blasen.
Meistens ist der Kühlschrank einfach zu kalt. Unter 4 °C arbeiten die Hefen kaum noch, aber die Enzyme bauen weiter ab – der Teig verliert Stabilität, ohne aufzugehen. Genauso häufig: Die Stockgare war zu kurz, der Teig hatte noch keine richtige Aktivität, bevor er in die Kälte kam.
Schau, ob dein Kühlschrank wirklich 5-7 °C hat – das ist die ideale Temperatur für die kalte Gare. Und lass den Teig nach der Stockgare wirklich sichtbar aufgegangen und blasig sein, bevor er reinkommt. Wenn er am nächsten Morgen noch kaum Leben zeigt, 30-60 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und dann backen.

Noch Fragen zu den Urkorn-Bobbel? – FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Einkorn und normalem Weizen?
Moderner Weizen wurde auf Ertrag und Stabilität gezüchtet – nicht auf Geschmack. Einkorn ist seit 10.000 Jahren kaum verändert, hat weniger Gluten und schmeckt intensiv nussig, fast ein bisschen buttrig. Das schwache Klebergerüst macht den Teig klebriger und weniger verzeihend als Weizen – mit Geduld kriegst du das hin, und für diesen Geschmack lohnt sich die Mühe wirklich.
Wo bekomme ich helles Einkornmehl?
In Biomärkten, Reformhäusern und bei Online-Mühlen – Einkorn ist in den letzten Jahren deutlich leichter zu finden. Es lohnt sich auch, nach regionalen Mühlen in deiner Nähe zu schauen. Die mahlen frisch, kennen ihr Getreide und haben oft Sorten, die du im Supermarkt nicht findest.
Kann ich den Poolish weglassen?
Ja, aber der Geschmack wird flacher. Ersetze den Poolish durch 120 g Dinkelmehl und 120 g Wasser, gib beides direkt zum Hauptteig und erhöhe die Frischhefe auf 5 g. Die Bobbel funktionieren auch so – aber das nussig-fruchtige Aroma, das der gereifte Poolish bringt, fehlt dann.
Kann ich Trockenhefe statt Frischhefe verwenden?
Ja, geht gut. 1 g Frischhefe entspricht ca. 0,33 g Trockenhefe, ungefähr eine Messerspitze. Für den Poolish brauchst du kaum etwas, für den Hauptteig etwa 0,7 g – einfach zu den trockenen Zutaten geben. Trockenhefe braucht etwas länger zum Anlaufen als Frischhefe, also falls der Teig zu Beginn der Stockgare träge wirkt, einfach 10-15 Minuten mehr einplanen.
Wie lange sind die Brötchen haltbar?
Dank Kochstück und Buttermilch deutlich länger als normale Brötchen – locker 2-3 Tage im Brotbeutel, ohne trocken zu werden. Zum Aufbacken reichen 5-7 Minuten bei 180 °C, dann fast wie frisch. Einfrieren klappt auch prima – vollständig abkühlen lassen, einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach 10-12 Minuten bei 180 °C aufbacken. Im Gefrierfach halten sie 2-3 Monate.
Was mache ich, wenn ich keinen Backstein habe?
Ein normales Backblech funktioniert gut – vorausgesetzt, du heizt es wirklich 30 Minuten bei 250 °C vor, auf der untersten Schiene. Die Unterseite wird nicht ganz so knusprig wie auf dem Backstein, aber der Unterschied ist kleiner als du denkst. Schwaden und Temperatur machen am Ende viel mehr aus als das Backwerkzeug. Backstein ist eine schöne Investition – aber kein Muss für den Anfang.

Wann sind deine Urkorn-Bobbel fertig? – Dein Backzeiten-Rechner
Einleitung für den Rechner:
Insgesamt brauchst du für diese Urkorn-Bobbel etwa 22-26 Stunden, die meiste Zeit davon läuft ohne dein Zutun: der Poolish reift, der Teig kühlt, das Aroma entwickelt sich. Mit diesem Rechner kannst du genau planen, wann du den Poolish ansetzen musst und wann deine Bobbel fertig sind. Beachte, dass die Zeiten je nach Raumtemperatur und Kühlschranktemperatur leicht variieren können – wenn deine Küche wärmer als 22 °C ist, verkürzt sich die Poolish-Reifezeit auf 4-5 Stunden.
Wenn du tiefer einsteigen willst:
Gmünder Bursche – einfaches Roggenmischbrot mit Sauerteig – Klassisches 50/50-Roggenmischbrot mit zweistufiger Sauerteigführung und Röstmalz. Rustikal, herzhaft und lange haltbar – ein ehrliches Alltagsbrot, das sich auch für Sauerteig-Einsteiger eignet.
D’r faule Schwob – No-Knead Dinkelbrot aus der Kastenform – Kein Kneten, kein Aufwand: Abends zusammenrühren, über Nacht in der Form gehen lassen, morgens frisch backen. Mit gerösteten Sonnenblumenkernen – saftig, knusprig, nur 15 Minuten aktive Zeit.
Bottwartaler Frühlingsbrot – Emmer-Dinkel-Brot mit Karotten und Thymian – Emmer, Dinkel, Karotten und frischer Thymian in einem Brot. Nussig, saftig und mit goldgelber Krume – ein sanfter Einstieg ins Urgetreide-Backen, der auch für Einsteiger gut funktioniert.
Dinkel-Wegga von der Alb – Dinkel-Vollkornbrötchen mit Sauerteig (100% Vollkorn) – 100% Dinkelvollkorn muss nicht trocken sein. Mit Quellstück und Lievito Madre werden diese Brötchen richtig saftig – über Nacht vorbereitet, morgens frisch gebacken.
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Letzte Aktualisierung: 04.03.2026