Anschnitt vom einfachen Roggenmischbrot mit Sauerteig Rezept – porige Krume und rustikale Kruste
Sauerteig & Hefe

Gmünder Bursche – Roggenmischbrot mit Sauerteig und Röstmalz

Triebmittelkräftig
Reifezeitlang
Garewarm

Roggenmischbrot mit Sauerteig, zweistufig geführt und mit Röstmalz gebacken. Halb Roggen, halb Weizen, dunkle Kruste und eine Krume, die tagelang saftig bleibt.

Gesamtzeitca. 19 Std 30 Min
SchwierigkeitFortgeschritten
Menge1 Brot
Inhalt19 Min. Lesezeit

Schwäbisch Gmünd verarbeitet Gold und Silber seit 1372, urkundlich belegt. Über fünfzig Goldschmiede, Schmuckgestalter und Manufakturen arbeiten dort bis heute. Was ich selber wirklich toll gefunden habe, ist die Altstadt mit ihren kleinen Ateliers … das ist Heimat. Handwerk klingt nach Handwerksbursche, und genau so ist dieses Brot … bodenständig, robust und rustikal.

Der Gmünder Bursche ist ein Roggenmischbrot mit Sauerteig, halb Roggenmehl Type 1150, halb Weizenmehl Type 812. Der Roggensauer wird zweistufig geführt. Abends setzt du ihn an, morgens fütterst du ihn noch einmal nach, und erst dann kommt er in den Hauptteig. Die zweite Runde macht ihn wach, ohne dass er scharf wird. Dazu kommen 5 g Röstmalz, geröstetes Gerstenmalz, das die Krume dunkel färbt und malzig-röstig schmeckt.

Das Brot bekommt eine Kruste, die beim Aufschneiden knackt. Die Krume ist mitteldicht und bleibt saftig, weil Roggen Wasser festhält wie kaum ein anderes Mehl. Geschmacklich liegt es zwischen malzig und leicht säuerlich, aber die Säure steht nicht vorne. Der halbe Anteil Weizen macht es milder als ein reines Roggenbrot, und frisch bleibt es trotzdem fünf bis sieben Tage.

Rund 19 bis 21 Stunden dauert das Ganze, in der Küche stehst du davon nur eine gute halbe Stunde. Den Rest arbeitet der Sauerteig. Bei uns ist es das Alltagsbrot, mit Butter und Salz genauso gut wie mit kräftigem Käse.

Robert sagt

„Zweimal holt sie mich für dieses Brot aus dem Kühlschrank. Erst darf ich abends ran, und wenn ich morgens gerade schön aufgegangen bin, kippt sie noch mal Mehl und Wasser drauf und ich fang von vorne an. Andere kommen mit einer Runde aus. Aber ehrlich? Nach der zweiten bin ich so wach wie lange nicht … ein bisschen Nachlegen hat noch keinem geschadet, mir schon gar nicht.“

Backzeiten-Rechner

Wann muss ich anfangen?

Dein Backplan richtet sich nach deinem Tag, nicht umgekehrt. Sag dem Backzeiten-Rechner, wann du fertig sein möchtest, und er rechnet dir jeden Schritt bis zum Start zurück.

Zum Rechner springen ↓
Rustikale Kruste vom Roggenmischbrot mit Sauerteig – dunkel durch Röstmalz, bemehlt und aromatisch
Krumen-Nahaufnahme von saftigem Roggenmischbrot mit Sauerteig – porige Struktur durch lange Teigführung

Was kommt in den Gmünder Bursche?

Für 1 Brot, ungefähr 790 g.

Zutaten für den Grundsauer (1. Stufe)
Roggen-Anstellgut, aktiv25 g
Roggenmehl Type 1150125 g
Wasser, ca. 30 °C125 g
Grundsauer gesamt275 g
Zutaten für den Vollsauer (2. Stufe)
Grundsauer, komplett275 g
Roggenmehl Type 115050 g
Wasser, ca. 30 °C50 g
Vollsauer gesamt375 g
Zutaten für den Hauptteig
Vollsauer, komplett375 g
Roggenmehl Type 115075 g
Weizenmehl Type 812 (oder 550)250 g
Röstmalz5 g
Salz11 g
Frischhefe4 g
Wasser, davon 35 g zurückhalten185 g
Die Mengen im Sauerteig hängen vom Zeitplan ab

Oben stehen die Mengen für den klassischen Zeitplan. Wenn du den schnellen nimmst, verschieben sich 50 g Mehl und 50 g Wasser von der ersten in die zweite Stufe. Die Gesamtmenge bleibt gleich, und am Hauptteig ändert sich gar nichts.

Zwei Zeitpläne für deinen Tag

Der Unterschied liegt allein darin, wie stark du den Grundsauer verdünnst. Wenig Anstellgut auf viel Mehl heißt lange Reife und mehr Aroma, mehr Anstellgut auf wenig Mehl heißt kurze Reife und ein milderes Brot. Der Hauptteig ist bei beiden identisch. Alle Verhältnisse sind als Anstellgut zu Mehl zu Wasser geschrieben.

Schnell

Ablauf

Grundsauer im Verhältnis 1:3:3, also 25 g Anstellgut auf 75 g Mehl und 75 g Wasser. Reif nach 5 bis 6 Stunden. Dann kommen 100 g Mehl und 100 g Wasser dazu, nach weiteren 3 bis 4 Stunden geht es an den Hauptteig.

Gesamtzeit

ca. 12 bis 13 Stunden

Charakter

Milder und heller. Die Säure bleibt im Hintergrund, die Krume wird eine Spur feiner. Der Zeitplan für alle, die morgens ansetzen und abends Brot haben wollen.

Bines Empfehlung

Klassisch

Ablauf

Grundsauer im Verhältnis 1:5:5, also 25 g Anstellgut auf 125 g Mehl und 125 g Wasser. Der steht über Nacht 12 bis 14 Stunden. Morgens kommen 50 g Mehl und 50 g Wasser dazu, nach 3 bis 4 Stunden geht es an den Hauptteig.

Gesamtzeit

ca. 19 bis 21 Stunden

Charakter

Voller und würziger. Malz und milde Säure kommen zusammen, die Krume bleibt länger saftig. Abends ansetzen, am nächsten Nachmittag backen.

Miss deine Küche nach, bevor du dich auf die Stunden verlässt

Die Zeiten gelten für 20 bis 22 Grad. Steht dein Sauerteig kühler, im Keller oder im Hausflur bei 16 bis 18 Grad, rechne rund ein Drittel länger. Steht er wärmer, geht es entsprechend schneller.

Ich stelle mir seit Jahren ein Gummiband um das Glas, an der Höhe beim Ansetzen. Verdoppelt heißt fertig, und das siehst du schneller als du rechnest.

So backst du den Gmünder Bursche

Grundsauer ansetzen – fünf Minuten am Abend

Wiege 125 g Wasser mit etwa 30 Grad in eine Schüssel und gib die 25 g Anstellgut dazu. Rühre beides mit einem Schneebesen glatt, bis keine Klumpen mehr schwimmen. Das nennt sich aufschlämmen und ist kein Zierschritt. Roggen-Anstellgut ist zäh, und wenn du es direkt ins Mehl gibst, bleiben Klümpchen, in denen nichts arbeitet.

Dann rührst du die 125 g Roggenmehl ein. Der Grundsauer ist jetzt ein zäher, klebriger Brei, ungefähr wie dicker Pfannkuchenteig. Deckel drauf und bei 20 bis 22 Grad stehen lassen.

Nach 12 bis 14 Stunden hat er sich sichtbar gewölbt, riecht säuerlich-fruchtig und die Oberfläche ist von kleinen Löchern durchzogen. Wenn du unsicher bist, woran du die Reife erkennst, schau dir das Volumen an und nicht die Uhr. Ist er in der Mitte schon wieder eingefallen, war er zu warm oder zu lange dran. Backen kannst du trotzdem, das Brot wird nur säuerlicher.

Vollsauer – die zweite Fütterung am Morgen

Am Morgen rührst du 50 g Wasser und 50 g Roggenmehl unter den Grundsauer. Mehr passiert hier nicht.

Der Vollsauer braucht dann 3 bis 4 Stunden bei 20 bis 22 Grad. Er geht deutlich schneller auf als der Grundsauer über Nacht, weil jetzt sehr viele aktive Hefen auf sehr wenig frisches Mehl treffen. Wenn er sich gewölbt hat und blubbert, kann er in den Hauptteig.

Hauptteig kneten – neun Minuten in der Maschine

Gib den kompletten Vollsauer in die Küchenmaschine. Dazu kommen 75 g Roggenmehl, 250 g Weizenmehl, 5 g Röstmalz, 11 g Salz, 4 g Frischhefe und 150 g Wasser. Die restlichen 35 g Wasser bleiben erst mal im Becher stehen.

Knete 6 Minuten auf der langsamen Stufe, dann 3 Minuten auf der mittleren. In den letzten zwei Minuten gibst du das Restwasser schluckweise dazu, so viel wie der Teig annimmt.

Länger kneten bringt hier nichts. Bei der Hälfte Roggen gibt es nur begrenzt Klebergerüst aufzubauen, und was du über neun Minuten hinaus machst, schadet eher. Der fertige Teig ist weich, leicht klebrig und glänzt matt. Er löst sich nicht sauber vom Schüsselrand wie ein reiner Weizenteig, und das soll er auch nicht.

Das Restwasser gehört nicht ins Rezept, sondern in deine Hand

Jedes Mehl saugt anders. Ein frisch gemahlenes Roggenmehl nimmt mehr Wasser als eines, das seit einem halben Jahr in der Tüte liegt. Deshalb steht das Restwasser separat.

Wenn der Teig nach 150 g schon weich genug aussieht, lass die 35 g weg. Zu wenig Wasser kannst du nachgeben, zu viel kriegst du nicht mehr raus.

Stockgare – der Teig arbeitet alleine

Deck die Schüssel ab und lass den Teig 75 Minuten bei 20 bis 22 Grad stehen. Falten, dehnen oder umschlagen musst du nicht.

Am Ende ist er sichtbar größer, aber nicht verdoppelt. Roggenteig geht anders auf als Weizenteig, er wird eher voluminöser als höher, und die Oberfläche bekommt kleine Risse. Verlass dich hier ruhig auf die Uhr, der Fingertest funktioniert bei so viel Roggen nur bedingt.

Schleifen und ab in den Gärkorb

Bemehle deine Arbeitsfläche gut und kipp den Teig darauf. Schleifen heißt, dass du ihn mit den Handkanten mehrmals zu dir ziehst und dabei leicht drehst, so dass die Naht unten zusammengeht und die Oberfläche sich spannt. Nach ein paar Runden liegt eine glatte, straffe Kugel vor dir.

Der Gärkorb muss großzügig bemehlt sein, wirklich großzügig. Roggenteig klebt fest, wenn du sparst, und aus einem angeklebten Teigling wird kein rundes Brot mehr. Leg die Kugel mit der Naht nach unten hinein, deck sie ab und lass sie 60 Minuten stehen.

Backen mit Schwaden

Heize den Ofen mit dem Backstahl in der unteren Hälfte auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vor. Der Stahl braucht mindestens 45 Minuten, bis er wirklich durchgeheizt ist, dafür gibt er die Hitze dann auf einen Schlag an den Teigling ab. Wenn du keinen hast, nimm ein umgedrehtes Backblech. Das speichert weniger, funktioniert aber.

Stürze den Teigling auf eine bemehlte Brotschaufel. Die Naht liegt jetzt oben und reißt beim Backen von selbst auf, du musst nicht einschneiden. Schieb ihn auf den Stahl und gieß sofort 50 bis 100 ml Wasser in eine hitzefeste Schale am Ofenboden. Tür zu, so schnell es geht.

Nach 10 Minuten machst du die Tür kurz auf, lässt den Dampf ab und drehst auf 210 Grad runter. Ab jetzt braucht das Brot trockene Hitze für die Kruste.

Insgesamt 55 bis 60 Minuten. Die Kruste soll richtig dunkelbraun werden, heller sieht hübscher aus, schmeckt aber nach nichts. Wenn du ein Einstichthermometer hast, stich in die Mitte: 97 Grad heißt fertig.

Schwaden gleich beim Einschießen, nicht später

Der Dampf hat genau ein Zeitfenster, nämlich die ersten Minuten, in denen der Teigling noch aufgeht. Er hält die Oberfläche weich, damit sie mitwachsen kann. Wartest du fünf Minuten, ist sie schon fest, und der Dampf bringt nur noch Feuchtigkeit ohne Nutzen.

Auskühlen

Nimm das Brot vom Stahl und leg es auf ein Gitter. Mindestens zwei Stunden, besser länger.

Beim Auskühlen wandert die restliche Feuchtigkeit aus der Krume nach außen und die Stärke wird fest. Roggenbrote brauchen dafür deutlich länger als Weizenbrote. Schneidest du zu früh, ist die Krume klebrig und schmiert am Messer, und daran ist dann nicht das Rezept schuld, sondern die Ungeduld. Ich kenne das gut genug, um es hinzuschreiben.

Warum dieses Roggenmischbrot saftig bleibt und nicht sauer schmeckt

Zwei Stufen statt einer

Der Grundsauer steht lange und wird stark verdünnt. In so einem Ansatz haben die Milchsäurebakterien die Oberhand, sie bauen über die Nacht Säure und Aromastoffe auf. Die Hefen kommen dabei allerdings an ihre Grenzen, weil ihnen irgendwann das Futter ausgeht.

Genau das repariert die zweite Stufe. Frisches Mehl und Wasser bringen den Ansatz noch einmal in Fahrt, und nach drei bis vier Stunden sind die Hefen wieder auf ihrem Höhepunkt. Du bekommst also das Aroma aus der langen ersten Stufe und den Trieb aus der kurzen zweiten. Einstufig geführt musst du dich zwischen beidem entscheiden.

Säure statt Kleber

Roggen bildet kaum Gluten. Was er stattdessen mitbringt, sind Pentosane, Schleimstoffe aus der Schale, die das Vielfache ihres Gewichts an Wasser binden und den Teig zusammenhalten. Deshalb ist ein Roggenteig klebrig und weich statt elastisch, und deshalb bringt langes Kneten nichts.

Dazu kommt ein zweites Problem. Roggenstärke wird schon bei niedrigen Temperaturen von den mehleigenen Enzymen abgebaut, den Amylasen. Ohne Gegenmaßnahme zersetzen die im Ofen genau die Stärke, die die Krume tragen soll, und du schneidest ein Brot an, das innen speckig und klitschig ist.

Die Säure aus dem Sauerteig bremst diese Enzyme. Sauerteig ist bei Roggen deshalb keine Geschmacksfrage, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Brot überhaupt eine schnittfeste Krume bekommt. Beim halben Weizenanteil hier ist das Risiko kleiner als bei einem reinen Roggenbrot, aber es bleibt der Grund, warum in diesem Rezept 36 Prozent des Mehls versäuert werden.

Röstmalz – Farbe und Aroma ohne Backmittel

Röstmalz ist gekeimtes und dann dunkel geröstetes Gerstenmalz. Beim Rösten sind die Enzyme abgestorben, es kann im Teig also nichts mehr in Gang setzen. Was übrig bleibt, sind die Röststoffe, die beim Rösten entstanden sind, und die bringen die dunkle Farbe und den malzigen Ton mit.

Das ist der Unterschied zu aktivem Backmalz, das genau umgekehrt wirkt und über seine Enzyme Stärke aufschließt. Wer die beiden verwechselt, bekommt bei Roggen eine speckige Krume. Fünf Gramm Röstmalz auf 500 Gramm Mehl reichen für Farbe und Aroma und sind zu wenig, um am Teig sonst irgendetwas zu ändern.

Das Zubehör, das ich für den Gmünder Bursche benutze

Gärkorb aus Peddigrohr für Roggenmischbrot mit Sauerteig
Gärkorb aus Peddigrohr, 25 cm*
Der Teig ist weich, ohne Korb läuft er auf dem Blech breit. Peddigrohr saugt außerdem Feuchtigkeit von der Oberfläche, dadurch löst sich der Teigling leichter und die Kruste wird rustikaler.
Backstahl zum Backen von Roggenmischbrot mit Sauerteig
Backstahl*
Er speichert deutlich mehr Hitze als ein Blech und gibt sie beim Einschießen sofort an den Teigling ab. Genau dieser Hitzestoß von unten treibt das Brot in den ersten Minuten hoch.
Einstichthermometer zum Messen der Kerntemperatur beim Roggenmischbrot
Einstichthermometer*
Bei einem Roggenmischbrot ist die Klopfprobe unzuverlässig, weil die Krume so viel Wasser hält. 97 Grad in der Mitte sagen dir sicher, dass es durch ist.

Hier kannst du bald meine komplette Backausrüstung anschauen.

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Sechs Varianten vom Gmünder Bursche

Roggenmischbrot mit Sauerteig und mehr Hefe – gelingsicher für Einsteiger

Wenn du beim ersten Mal auf Nummer sicher gehen willst, nimm 8 g Frischhefe statt 4 g. Die Vorteige bleiben gleich, nur der Hauptteig geht schneller. Die Stockgare verkürzt sich auf etwa 45 Minuten, die Stückgare auf 40. Die Krume wird eine Spur lockerer und das Brot milder, weil der Teig weniger Zeit hat, Säure aufzunehmen. Behalte den Teigling im Gärkorb im Blick, mit der doppelten Hefe ist er schneller so weit, als du denkst.

70 % Roggen – kräftiger und länger haltbar

Für ein kräftigeres Brot nimmst du 350 g Roggenmehl und 150 g Weizenmehl. Verschieb die zusätzlichen 100 g Roggen in den Hauptteig, der Sauerteig bleibt wie er ist. Roggen bindet mehr Wasser als Weizen, gib deshalb 20 g Wasser mehr dazu. Die Krume wird dichter und kompakter, der Geschmack deutlich kräftiger. Dafür hält sich das Brot noch länger frisch.

Dinkel statt Weizen – für einen nussigeren Geschmack

Ersetze das Weizenmehl durch Dinkelmehl Type 630. Das Brot bekommt einen leicht nussigen Ton. Dinkel bindet weniger Wasser als Weizen, reduziere das Hauptteigwasser deshalb auf 160 g. Und knete kürzer, vier Minuten langsam und zwei mittel reichen. Dinkelkleber hat einen Punkt, ab dem er reißt, und zurück kommt er nicht mehr.

Mit Roggenvollkorn – rustikaler und nahrhaft

Ersetze das Roggenmehl Type 1150 durch Roggenvollkornmehl, im Sauerteig und im Hauptteig. Das Brot wird dunkler und kräftiger. Vollkorn saugt mehr Wasser, erhöhe das Hauptteigwasser auf 215 g. Die Backzeit verlängert sich um etwa 10 Minuten, und die 97 Grad Kerntemperatur sind hier besonders wichtig.

Mit Körnern für mehr Biss

Für mehr Biss kannst du 50 bis 70 g Körner oder Saaten in den Teig geben. Ich mag Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder Sesam. Röste sie vorher kurz in einer trockenen Pfanne an, das macht sie aromatischer. Wichtig ist, dass du sie danach in gleich viel Wasser einweichst, sonst ziehen sie das Wasser aus dem Teig und die Krume wird trocken. Untergeknetet werden sie in den letzten zwei Minuten.

Ohne Röstmalz wird’s heller und milder

Wenn du kein Röstmalz hast, lass es einfach weg. Das Brot wird heller und milder, die Kruste nicht ganz so dunkel. Alternativ gibst du 1 bis 2 TL dunklen Zuckerrübensirup in den Hauptteig, der bringt auch Farbe und etwas Süße mit. Der Rest des Rezepts bleibt unverändert.

Roggenmischbrot mit Sauerteig – rundes Brot mit rustikaler Kruste auf Holzbrett
Meine Lieblingsvariante

Das klassische 50/50 mit Röstmalz. Diese Mischung ist ausbalanciert, kräftig, aber nicht zu schwer, und das Röstmalz gibt genau die richtige Würze, ohne zu dominant zu sein.

Ich backe dieses Brot mindestens einmal pro Woche. Bei uns ist es das Alltagsbrot, das zu allem passt.

Wenn das Roggenmischbrot nicht so wird wie geplant

Ein paar Sachen gehen bei diesem Brot häufiger schief. Meistens steckt eine einfache Ursache dahinter, und die kriegst du in den Griff.

❌ Der Grundsauer sieht am Morgen aus wie am Abend

Nach 14 Stunden hat sich nichts getan, keine Wölbung, keine Blasen, kaum Geruch. Fast immer war das Anstellgut nicht aktiv genug oder die Küche zu kühl. Ein Anstellgut, das drei Wochen ungefüttert im Kühlschrank stand, springt nicht sofort an. Füttere es ein bis zwei Tage vor dem Backen einmal frisch und lass es bei Raumtemperatur hochkommen, bevor du damit ansetzt. Steht deine Küche unter 18 Grad, verlängere die Reifezeit um 2 bis 4 Stunden oder such einen wärmeren Platz, ideal sind 20 bis 22 Grad. Und wenn er am Morgen erst halb da ist, gib ihm einfach noch Zeit, bevor du die zweite Stufe ansetzt.

❌ Der Teig klebt so sehr, dass sich nichts formen lässt

Mit 72 Prozent Hydration ist der Teig weich und klebt an den Händen, das ist bei diesem Brot normal. Wenn er sich aber gar nicht mehr schleifen lässt und über die Arbeitsplatte läuft, ist zu viel Wasser drin. Bemehle die Fläche und deine Hände wirklich großzügig und arbeite zügig, je länger du drückst und schiebst, desto klebriger wird es. Beim nächsten Mal lässt du die 35 g Restwasser einfach weg und startest mit 150 g. Ein etwas festerer Teig lässt sich viel leichter formen als ein zu weicher, und das Brot wird trotzdem gut.

❌ Die Krume ist dicht und schwer

Das Brot ist aufgegangen, aber innen kompakt und fest. Meistens war einer der beiden Sauerteige nicht auf der Höhe. Prüf beim nächsten Mal, ob der Vollsauer wirklich gewölbt ist und blubbert, bevor du ihn in den Hauptteig gibst. Zweite Möglichkeit ist eine zu kurze Stückgare. Der Teigling soll im Gärkorb sichtbar größer geworden sein, bevor er in den Ofen geht. Und wenn deine Küche kühl ist, brauchen beide Garezeiten länger als die 75 und 60 Minuten im Rezept.

❌ Das Brot schmeckt zu sauer

Die Säure steht vorne und drängt sich vor das Malz. Der häufigste Grund ist eine zu warme oder zu lange erste Stufe. Über 26 Grad bilden sich schnell Essigsäuren, und die schmecken deutlich schärfer als Milchsäure. Setz den Grundsauer an einem kühleren Platz an und verkürze die Reifezeit um 2 bis 3 Stunden. Wenn dir das Brot grundsätzlich zu sauer ist, nimm den schnellen Zeitplan mit dem Verhältnis 1:3:3, der wird milder. Und ein eingefallener Grundsauer war schon zu weit, dann schmeckst du das im fertigen Brot.

❌ Die Kruste ist steinhart

Die Kruste lässt sich kaum schneiden. Bei 250 Grad Anbacktemperatur und einem Backstahl geht das schnell, wenn du das Runterschalten auf 210 Grad vergisst oder das Brot fünf Minuten zu lang drin lässt. Nimm es beim nächsten Mal nach 55 Minuten raus, sobald es 97 Grad hat. Wenn sie schon zu hart ist, leg für die erste halbe Stunde des Auskühlens ein feuchtes Tuch über das Brot, dann zieht Feuchtigkeit von innen nach und die Kruste wird weicher. Und die Kruste eines dunkel ausgebackenen Roggenmischbrots darf kräftig sein, nur eben nicht so, dass du das Messer verbiegst.

Hydration und Co., für alle, die es genau wissen wollen

Fürs Backen brauchst du diese Zahlen nicht. Sie helfen aber, wenn du das Rezept anpassen oder mit anderen vergleichen willst.

Gesamtmehl (inkl. Anstellgut und Röstmalz)518 g
Gesamtwasser (inkl. Anstellgut)373 g
Hydrationca. 72 %
Teigausbeute (TA)ca. 172
Salz2,2 % vom Mehl
Versäuertes Mehl188 g, ca. 36 %

Das Anstellgut zählt mit. 25 g bei einer Teigausbeute von 200 bestehen aus 12,5 g Mehl und 12,5 g Wasser, deshalb taucht es auf beiden Seiten auf. Röstmalz rechnet auf der Mehlseite mit.

Wie fühlt sich der Teig an?

Mit 72 Prozent ist der Teig weich, klebt leicht und hängt beim Herausnehmen ein bisschen an der Hand. Er ist nicht glatt und elastisch wie ein Weizenteig, sondern eher zäh und nachgiebig, das macht der Roggenanteil. Auf der bemehlten Fläche lässt er sich trotzdem sauber zu einer Kugel schleifen und behält die Form.

Wenn er dir beim Schleifen davonläuft, war zu viel Wasser drin. Wenn er sich fest anfühlt und beim Kneten hart am Haken hängt, war es zu wenig. Das sind die 35 g Restwasser, mit denen du das steuerst.

Aufgeschnittenes Roggenmischbrot mit Sauerteig – saftige Krume und dunkle Kruste

Noch Fragen zum Roggenmischbrot mit Sauerteig?

Wie viel Sauerteig braucht man für 500 g Mehl?

Bei diesem Brot sind es 375 g fertiger Sauerteig, in dem 175 g Mehl stecken. Rechnet man das Anstellgut mit, sind rund 36 Prozent des Gesamtmehls versäuert. Für Roggenmischbrote ist das ein guter Bereich. Unter 30 Prozent wird die Krume leicht klitschig, über 45 Prozent schmeckt das Brot deutlich säuerlich.

Warum geht mein Roggenmischbrot mit Sauerteig nicht auf?

Meistens war der Sauerteig noch nicht so weit. Er muss sichtbar gewölbt sein und blubbern, wenn er in den Hauptteig kommt, nicht nur ein bisschen anders aussehen als beim Ansetzen. Zweiter häufiger Grund ist ein Anstellgut, das lange ungefüttert im Kühlschrank stand. Frisch das ein bis zwei Tage vorher auf. Und rechne damit, dass ein Roggenmischbrot ohnehin nicht so hoch aufgeht wie ein Weizenbrot, es wird breiter statt höher.

Warum kommt Frischhefe in den Teig, wenn ich schon Sauerteig habe?

Weil die 4 g den Hauptteig zuverlässig durchtreiben, ohne dass das Brot dafür länger stehen und mehr Säure aufnehmen muss. Der Sauerteig liefert Aroma und die Säure, die die Roggenstärke schützt, die Hefe liefert Tempo. Wenn du ganz ohne Hefe backen willst, geht das, dann verlängern sich Stock- und Stückgare auf jeweils zwei bis drei Stunden und das Brot wird säuerlicher.

Warum muss ich zwei Vorteige ansetzen?

Musst du nicht, aber es macht das Brot besser. Die lange erste Stufe baut Aroma und Säure auf, die kurze zweite bringt die Hefen zurück auf Kraft. Einstufig geführt bekommst du entweder ein mildes Brot mit wenig Tiefe oder ein aromatisches, das säuerlich schmeckt. Der Aufwand für die zweite Stufe sind fünf Minuten Rühren.

Was ist Röstmalz und wo kriege ich es?

Röstmalz ist gekeimtes und dunkel geröstetes Gerstenmalz, es schmeckt malzig-röstig und ist dunkelbraun. Es gibt das in Bioläden, Reformhäusern und online. Ich kaufe meins meistens in meiner Hausmühle in Aidlingen. Achte darauf, dass es wirklich Röstmalz ist und kein aktives Backmalz. Backmalz ist viel heller, schmeckt süßer und wirkt über Enzyme, das ist etwas ganz anderes.

Kann ich den Grundsauer im Kühlschrank gehen lassen?

Ja. Lass ihn 2 bis 3 Stunden bei Raumtemperatur anspringen und stell ihn dann für 12 bis 14 Stunden kalt. Am nächsten Tag holst du ihn raus, gibst ihm eine Stunde zum Aufwärmen und setzt dann die zweite Stufe an. Die kalte Gare macht das Aroma milder und runder, weil bei niedrigen Temperaturen weniger Essigsäure entsteht.

Was bedeutet „den Teig schleifen“?

Du ziehst den Teig mit sanftem Druck über die bemehlte Arbeitsfläche zu dir und drehst ihn dabei leicht. Dadurch schließt sich die Naht auf der Unterseite und die Oberfläche spannt sich. Das machst du ein paar Mal rundherum, bis eine glatte, straffe Kugel vor dir liegt. Diese Spannung hält das Brot im Ofen in Form.

Wie lange ist der Gmünder Bursche haltbar?

Fünf bis sieben Tage. Der hohe Roggenanteil bindet viel Wasser und gibt es nur langsam wieder ab. Bewahre das Brot bei Raumtemperatur in einem Brotkasten oder einem Leinenbeutel auf, mit der Schnittfläche nach unten. In den Kühlschrank gehört es nicht, dort wird es schneller trocken als auf der Arbeitsplatte. Einfrieren geht gut, am besten in Scheiben.

Dein Backzeiten-Rechner

Hier ist die Rezeptkarte zum Ausdrucken

Anschnitt vom einfachen Roggenmischbrot mit Sauerteig Rezept – porige Krume und rustikale Kruste

Gmünder Bursche – Roggenmischbrot mit Sauerteig und Röstmalz

Vorbereitung 30 Minuten
Backzeit 1 Stunde
Ruhezeiten 18 Stunden
Gesamtzeit 19 Stunden 30 Minuten
Ein kräftiges Roggenmischbrot mit zweistufig geführtem Sauerteig und Röstmalz. Halb Roggen, halb Weizen, dunkle Kruste und eine Krume, die tagelang saftig bleibt.
1 Brot
Bauernbrot, Roggenbrot, Roggenmischbrot

Zutaten

Sauerteig, 1. Stufe (Grundsauer)
  • 25 g Roggen-Anstellgut aktiv
  • 125 g Roggenmehl Type 1150
  • 125 g Wasser ca. 30 °C
Sauerteig, 2. Stufe (Vollsauer)
  • 275 g Grundsauer kompletter Sauerteig aus der 1. Stufe
  • 50 g Roggenmehl Type 1150
  • 50 g Wasser ca. 30 °C
Hauptteig
  • 375 g Vollsauer kompletter Sauerteig aus der 2. Stufe
  • 75 g Roggenmehl Type 1150
  • 250 g Weizenmehl Type 812 oder Type 550
  • 5 g Röstmalz
  • 11 g Salz
  • 4 g Frischhefe
  • 185 g Wasser davon 35 g als Bassinage zurückhalten

Kochutensilien

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Zubereitung

Klassisch (ca. 19–21 Stunden)
  • Grundsauer ansetzen, abends. Schlämme 25 g Anstellgut in 125 g Wasser (ca. 30 °C) auf, bis keine Klumpen mehr da sind. Rühre 125 g Roggenmehl Type 1150 ein.
  • Decke den Grundsauer ab und lass ihn 12 bis 14 Stunden bei 20 bis 22 °C reifen, bis er sich gewölbt hat und säuerlich-fruchtig riecht.
  • Vollsauer ansetzen, morgens. Rühre 50 g Wasser und 50 g Roggenmehl unter den Grundsauer. Decke ihn ab und lass ihn 3 bis 4 Stunden bei 20 bis 22 °C reifen, bis er gewölbt ist und blubbert.
  • Hauptteig kneten. Gib den kompletten Vollsauer mit 75 g Roggenmehl, 250 g Weizenmehl, 5 g Röstmalz, 11 g Salz, 4 g Frischhefe und 150 g Wasser in die Küchenmaschine. Knete 6 Minuten langsam, dann 3 Minuten auf mittlerer Stufe. Gib die restlichen 35 g Wasser in den letzten zwei Minuten schluckweise dazu.
  • Stockgare. Decke den Teig ab und lass ihn 75 Minuten bei 20 bis 22 °C stehen.
  • Formen. Kippe den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche und schleife ihn rund, bis die Oberfläche glatt und gespannt ist. Lege ihn mit der Naht nach unten in einen großzügig bemehlten Gärkorb (25 cm).
  • Stückgare. Decke den Teigling ab und lass ihn 60 Minuten bei 20 bis 22 °C gehen.
  • Ofen vorheizen. Heize den Backstahl in der unteren Ofenhälfte 45 Minuten bei 250 °C Ober-/Unterhitze vor.
  • Backen. Stürze den Teigling auf eine bemehlte Brotschaufel, die Naht liegt oben. Schieße ihn auf den Stahl ein und gieße sofort 50 bis 100 ml Wasser in eine hitzefeste Schale am Ofenboden. Schließe die Tür zügig.
  • Öffne nach 10 Minuten die Tür kurz, lass den Dampf ab und schalte auf 210 °C runter. Backe das Brot insgesamt 55 bis 60 Minuten, bis die Kruste dunkelbraun ist und die Kerntemperatur 97 °C erreicht.
  • Auskühlen. Lass das Brot auf einem Gitter mindestens 2 Stunden auskühlen, bevor du es anschneidest.
Schnell (ca. 12–13 Stunden)
  • Grundsauer ansetzen, morgens. Schlämme 25 g Anstellgut in 75 g Wasser (ca. 30 °C) auf. Rühre 75 g Roggenmehl Type 1150 ein.
  • Decke den Grundsauer ab und lass ihn 5 bis 6 Stunden bei 20 bis 22 °C reifen, bis er sich gewölbt hat.
  • Vollsauer ansetzen. Rühre 100 g Wasser und 100 g Roggenmehl unter den Grundsauer. Decke ihn ab und lass ihn 3 bis 4 Stunden bei 20 bis 22 °C reifen, bis er gewölbt ist und blubbert.
  • Hauptteig kneten. Gib den kompletten Vollsauer mit 75 g Roggenmehl, 250 g Weizenmehl, 5 g Röstmalz, 11 g Salz, 4 g Frischhefe und 150 g Wasser in die Küchenmaschine. Knete 6 Minuten langsam, dann 3 Minuten auf mittlerer Stufe. Gib die restlichen 35 g Wasser in den letzten zwei Minuten schluckweise dazu.
  • Stockgare. Decke den Teig ab und lass ihn 75 Minuten bei 20 bis 22 °C stehen.
  • Formen. Kippe den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche und schleife ihn rund, bis die Oberfläche glatt und gespannt ist. Lege ihn mit der Naht nach unten in einen großzügig bemehlten Gärkorb (25 cm).
  • Stückgare. Decke den Teigling ab und lass ihn 60 Minuten bei 20 bis 22 °C gehen.
  • Ofen vorheizen. Heize den Backstahl in der unteren Ofenhälfte 45 Minuten bei 250 °C Ober-/Unterhitze vor.
  • Backen. Stürze den Teigling auf eine bemehlte Brotschaufel, die Naht liegt oben. Schieße ihn auf den Stahl ein und gieße sofort 50 bis 100 ml Wasser in eine hitzefeste Schale am Ofenboden. Schließe die Tür zügig.
  • Öffne nach 10 Minuten die Tür kurz, lass den Dampf ab und schalte auf 210 °C runter. Backe das Brot insgesamt 55 bis 60 Minuten, bis die Kruste dunkelbraun ist und die Kerntemperatur 97 °C erreicht.
  • Auskühlen. Lass das Brot auf einem Gitter mindestens 2 Stunden auskühlen, bevor du es anschneidest.

Notizen

Zur Wassermenge: Nicht jedes Mehl nimmt gleich viel Wasser auf. Halte die letzten 35 g im Hauptteig zurück und gib sie in den letzten zwei Knetminuten schluckweise dazu, so viel wie der Teig annimmt. Zu wenig Wasser kannst du nachgeben, zu viel kriegst du nicht mehr raus.
Zum Backen: Immer mit Ober- und Unterhitze backen. Umluft trocknet die Kruste zu schnell aus. Geschwadet wird sofort beim Einschießen, nicht später.
Zur Kerntemperatur: Bei Roggenmischbrot ist die Klopfprobe unzuverlässig. 97 °C in der Mitte heißt sicher durchgebacken.

Hast du das Rezept schon ausprobiert?

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Zwei Scheiben Sauerteigbrot mit Butter auf einem Teller, daneben eine Tasse Kaffee, eine Leinenserviette und Weizenähren am Fenster

Aus meiner Backstube

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Bine, Hobbybäckerin und Brotback-Mentorin

Über die Autorin

Hallo, ich bin Bine

Bei mir lernst du Brotbacken so, dass du es wirklich verstehst – mit Blick fürs Warum hinter dem Wie. Seit Jahren backe ich in meiner eigenen Küche, teste Rezepte und halte fest, was sich bewährt.

Hast du’s nachgebacken?

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