Dein erstes Brot
Mein erstes Brot war ein Hefebrot mit Weizen 405, nicht besonders spektakulär und ehrlich gesagt auch nicht besonders hübsch. Auf Instagram hätte ich damit keinen Preis gewonnen … aber es war meins, mein erstes eigenes Brot.

Du brauchst kein Brotback-Set
So ein Brotback-Set mag für den Anfang gar nicht schlecht sein, weil alles drin ist, was du zum Start brauchst. Nur steckt halt auch vieles drin, was du gar nicht brauchst, und deshalb reicht dir fürs erste Brot, was du wahrscheinlich ohnehin schon in der Küche hast.

- Küchenwaageam besten mit Feinwiegefunktion, für kleine Mengen wie die Hefe
- Große Schüssel und Löffel oder Teigkarte
- Kastenform, etwa 30 cmdie meisten haben eine vom Kuchenbacken
- Blech oder feuerfeste Schale für den Dampf
- Gitter zum Auskühlen
- Mehl, Wasser und Salz
- Frischhefe oder Trockenhefe
- etwas Öl für die Formalles Weitere und die genauen Mengen stehen im Rezept
Ein Einstichthermometer ist schön, wenn du eins hast, aber kein Muss, am Anfang reicht dir auch der Klopftest.
Hefe oder Sauerteig? Beides ist richtig
Wenn du vor Sauerteig noch ein bisschen Respekt hast und erst mal ausprobieren möchtest, ob Brotbacken überhaupt etwas für dich ist, dann fang mit Hefe an, damit siehst du recht schnell tolle Ergebnisse. Mit Sauerteig brauchst du nur mehr Vorlauf, weil dein Starter erst entstehen muss.
Gleich loslegen
Mit Hefe brauchst du keinen Vorlauf und kannst schon heute Abend anfangen.
Start: noch heuteErst den Starter ansetzen
Bevor dein erstes Sauerteigbrot in den Ofen kommt, setzt du einen Starter an, und bis der so weit ist, dauert es etwa eine Woche. Der Lernweg „Sauerteig lernen“ begleitet dich dabei.
Start: in etwa einer WocheWenn du schon Anstellgut im Kühlschrank hast, kannst du dein erstes Brot auch damit backen, die Gare dauert dann nur länger.
Ein Brot, bei dem du kaum etwas falsch machen kannst
Beim faulen Schwob backst du mit Hefe und musst nicht noch mit der Reife eines Starters hantieren. Kneten musst du ihn auch nicht, du rührst den Teig nur an. Und weil er in der Form bäckt, brauchst du keine Angst zu haben, dass dir dein Brot zerläuft.

D’r faule Schwob
Ein Dinkelbrot, das über Nacht in der Kastenform gart.
- Zutaten genau abwiegen
- einen Teig nur verrühren statt kneten
- die Gare über Nacht laufen lassen und morgens am Teig sehen, ob er so weit ist
- 19:00Teig anrühren
- über NachtGare in der Form
- 7:00ab in den Ofen
- 7:50fertig
Woran du erkennst, dass dein Brot so weit ist
Du schaust zweimal hin, morgens bevor der Teig in den Ofen kommt und nach dem Backen.
Ist der Teig so weit?


- um etwa die Hälfte aufgegangen
- reicht knapp an den Formrand und ist schön gewölbt
- eine vorsichtige Delle federt langsam zurück
Ist das Brot durch?

- Kerntemperatur 96 bis 98 °Cin der Mitte, auf halber Höhe gemessen
- ohne Thermometer: Der Boden klingt beim Klopfen hohl
Die genauen Zeiten für deine Küche stehen im Rezept: Wann darf der Teig in den Ofen?
Aufs Anschneiden warten lohnt sich
Auch wenn es schwerfällt: Lass dein Brot erst ganz auskühlen, bevor du es anschneidest, denn vorher klebt die Krume noch. Und falls dein erstes Brot mal nicht so geworden ist, wie du es dir gewünscht hast, ist es noch lange nicht verloren. Du kannst immer noch Croûtons daraus machen oder es als Altbrot in dein nächstes Brot geben.

So geht’s weiter
Jetzt hast du die Wahl, wie es mit deinem Brotbacken weitergeht.
Mit Sauerteig weiterbacken
Hier setzt du deinen eigenen Starter an und backst damit dein erstes Sauerteigbrot im Topf.
Zum Lernweg LernwegVerstehen, was im Teig passiert
Mehl, Hydration, Teigtemperatur und Gare, dazu das Formen und wie du am fertigen Brot abliest, was in deinem Teig los war.
Zum Lernweg RezeptG’mütlicher Michel
Dein zweites Hefebrot ist ein helles Weizenbrot ohne Kneten, das sich viel Zeit lässt, bevor du es im gusseisernen Topf backst.
Zum RezeptHat etwas nicht geklappt?
Dann hilft dir die Seite „Probleme lösen“ herauszufinden, woran es gelegen hat und was du beim nächsten Brot anders machen kannst.
